Lost Dreams

Was tut man, wenn man als Experiment aus einem Labor flieht? Richtig! Man tut sich als Clan zusammen und kämpft ums Überleben!
 
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 Das Lehrerzimmer

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Phönixstern
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BeitragThema: Das Lehrerzimmer   Mo Dez 31, 2018 11:18 am

Das Lehrerzimmer

Neben dem Speisesaal befindet sich eine große Tür, die ins Lehrerzimmer führt. Hier halten sich die Lehrer, sowie der Direktor auf, können etwas essen, Arbeiten korrigieren und sogar ein wenig schlafen, wenn sie denn wollen.
Es ist ein recht großer Raum, eine Wand ist mit vielen Fenstern bestückt, eine andere wiederum mit Aktenschränken, in denen die Informationen zu jedem Schüler -und auch Angestellten- niedergeschrieben wurden. Es gibt verschiedene Bücher über Pädagogik oder auch von den Lehrern geschriebene Lehrbücher zu ihrem Unterricht.
Es gibt einen großen, runden Tisch, an dem sich oft alle zu einer Besprechung einfinden und einige Sofas, auf denen man ein Mittagsschläfchen machen kann.
Außerdem haben die Lehrer einen eigenen kleinen Küchenbereich mit Kühlschrank und Kaffeemaschine.

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BeitragThema: Re: Das Lehrerzimmer   Mi Jan 02, 2019 1:44 pm



Frank  

| etwas größerer Mann mit breiten Schultern und vielen Muskeln, trägt gerne Hemden und ärmellose Westernwesten|

Wieder war ein neuer Tag angebrochen. Es war Montag, 7 Uhr morgens und Frank war mehr als nur müde. In letzter Zeit wirkte es so, als könnte er gar nicht genug Schlaf bekommen, denn jeden Tag wachte er wie erschlagen auf. Vielleicht waren es die ganzen Opfer, die ihm so schwer im Magen lagen, vielleicht war auch der Mond schuld, er wusste es nicht. Schwungvoll öffnete er die Tür, die ins Lehrerzimmer führte und wurde sogleich von abgestandener Luft begrüßt. Alleine diese Tatsache reichte aus, um ihn seinen Mund angeekelt verziehen zu lassen. Er war gewiss kein Frischluftfanatiker, aber auch kein Anhänger des Gehirnschweiß-Duftes. Seufzend rieb er sich mit einer Hand im Nacken und trat zu seinem Tisch, wo er seine umständlich große Ledertasche abstellte. Danach begab er sich in die "Küche" oder wie er es nannte, die Energiestation und schaltete die klapprige Kaffeemaschine ein. Die knausrigen Forscher oder der Direktor könnten mal etwas tiefer in die Tasche greifen und uns einmal etwas anderes spendieren als nur billige Second-Hand-Ware. Ramsch, einfach nur Ramsch. Die Lippen zusammenpressend diktierte er der störrischen Maschine, dass sie sich nun über dem bereitgestellten Becher ergießen sollte. Die Maschine hatte scheinbar andere Pläne, denn sie zeigte ihm auf dem kleinen Display an, dass er das Wasser wechseln sollte. Innerlich wünschte er dem Gerät gerade den Tod, jedoch konnte er sich dazu aufraffen und doch das abgestandene Wasser wechseln. Nach der Prozedur war auch die Kaffeemaschine glücklich und gab die braune Soße schnurrend von sich. "Hat doch gar nicht lange gedauert.", brummte Frank leise. Picasso war inzwischen neugierig auf seine Schulter geschwebt und beobachtete das Geschehen von oben. Tadelnd blickte der kleine Fisch seinen Besitzer an, als hätte dieser ihm etwas verwert. "Na was ist? Willst du auch einen Schluck?", wollte der Lehrer lachend von seinem Begleiter wissend, der darauf eilig mit den Brustflossen wedelte. Wenn Picasso sich im Kaffee ertränken würde, dann wäre er bestimmt noch aufgedrehter als sonst. Am Kaffee schlürfend drehte sich der Mann langsam um, um den Raum in Augenschein zu nehmen.

| ERWÄHNT: | ANGESPROCHEN: | ORT: |

// Andere Lehrer können ihn gerne ansprechen

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Zuletzt von Kupfertupfen am Fr Jan 04, 2019 1:01 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Lehrerzimmer   Mi Jan 02, 2019 2:17 pm

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»Xavier Sundström«

Kodiak | ♂ | Eisbär
31 J. | ♂ | Lehrer | Steckbrief

"Reden" | Denken | Handeln | Träumen | "Kondiak Spricht"
"Guten morgen Frank!" hallte die gut Gelaunte stimme xaviers durch den Raum. Das Dröhnen der Kaffeemaschine war gerade verklungen und sein Kollege und freund hatte sich gerade umgedreht, als Xavier bei aller Bester Laune in der Tür stand. "Kaffee ist dein Lebenssaft, was? Aber lass Picasso nicht da hereinfallen, ich glaube, es ist eher weniger gut für fische im kaffe zu schwimmen ..." gab der Schwede lachend von sich und trat weiter in den Raum, um zu einem sich seiner Tasche auf einem Stuhl am Runden Versammlungstisch zu entledigen - seine Bomberjacke obendrauf geschmissen, war es doch Warm im Lehrerzimmer. Andererseits war er auch aus der Tür getreten, damit Kodiak nachrücken kann. Der Stämmige Eisbär schenkte Frank einen Blick, der daraufhin kurz an dem Fisch hängen blieb, ehe er entschloss, das auch heute der Fisch noch Leben soll.

Schnaufend legte Kodiak sich an die Wand unter eines der Fenster, die xavier als nächstes Aufriss, um frische Luft in den Raum zu lassen. "Warum ist hier Morgens immer so schlechte Luft im Raum?" Beklagte Xavier sich nebenbei, als er das letzte fester auf Kipp stellte. Kurz richtete Xavier sein Hemd, dessen Ärmel er zeitgleich etwas Aufkrempelte, ehe er sich selbst an der Kaffeemaschiene zu schaffen machte.
Im Gegensatz zu frank schien diese ihn zu mögen, denn sie schnurrte sofort, als Xavier den Knopf drückte. Nur Kurze zeit später war seine Tasse also gefüllt und er sah zu Frank hinüber.

@Kupfertupfen

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BeitragThema: Re: Das Lehrerzimmer   Do Jan 03, 2019 10:44 pm

Logan Dearing | Direktor | Schule | Lehrerzimmer
Angesprochen: Frank Delfino und Picasso (@Kupfertupfen) und Xavier Sundström und Kodiak (@Todesengel)
Erwähnt: Bradley Dearing | NPC


Neuer Morgen, neue Qual. Am liebsten hätte Logan Dearing sich an Ort und Stelle auf den Boden fallen lassen, um den versäumten Schlaf nachzuholen. Schon seit Monaten kam der junge Mann nachts nicht mehr zur Ruhe, schlaflos durchwachte er die halbe Nacht, fiel erst in den frühen Morgenstunden in eine Art Dämmerzustand, aus dem er bereits gefühlte Sekunden später wieder gerissen wurde. So auch heute. Der Weg zur Kaffeemaschine wurde damit unumgehbar, wenn er wenigstens einige Stunden lang durchhalten wollte, ohne wie ein Stein zu Boden zu fallen, um diesen als Bett zu missbrauchen. Zwar war Logan klar, dass auch der Kaffee sein Aussehen einer halb besoffenen Wasserleiche nicht verbessern würde - wie er doch den Spiegel in seinem Bad hasste, dem es offenbar diebische Freuden bereitete, ihm jeden Morgen aufs Neue zu zeigen, was für ein körperliches Wrack er doch war - aber vielleicht konnte dieses Wundergebräu wenigstens seine Stimmung um eine Handbreit heben. Denn diese war mal wieder unterirdisch. Aber wann war sie das denn nicht?
Wie ein orientierungsloser Zombie bog Logan in den Gang zum Lehrerzimmer ein. All seine Gedanken waren nur noch auf den Kaffee gerichtet. Er sollte sich auf die Lichtblicke konzentrieren, das war ihm bei seiner einzigen erfolgreichen Therapie Tag für Tag eingetrichtert worden. Sein Therapeut hatte damit zwar bestimmt nicht die morgendliche Tasse Kaffee gemeint - aber an etwas anderes konnte Logan im Moment nicht denken. Oder er durfte nicht daran denken. So war es besser, redete er sich ein. ”Weißt du was? Du siehst schrecklich aus.” Gelangweilt schob sich Caleb an Logan vorbei. Das glänzende Fell des Geparden schimmerte im Licht der durchs Fenster fallenden Sonne und mit unglaublich eleganten Schritten durchquerte die Raubkatze den Flur. ”Tut mir leid. Kann halt nicht jeder so perfekt sein wie du.” Ein amüsiertes Schnurren stieg in der Kehle des Geparden auf, als er bei Logans Worten den Kopf in seine Richtung wendete. ”Da hast du allerdings recht. Aber arbeiten kannst du trotzdem noch an dir.” Obwohl das Gesagte mit einer gewissen Prise Belustigung ausgesprochen wurde, hörte Logan den scharfen Unterton aus der Stimme seines tierischen Begleiter heraus. Caleb sagte es nie offen, doch seine ab und zu fallengelassenen Bemerkungen zeigten, dass der majestätische Gepard von seinem menschlichen Genbruder, wie er Logan zu nennen pflegte, die gleiche Perfektion erwartete, die auch er selbst zu verkörpern versuchte. Stets mit ordentlich gepflegtem Fell und anmutender Haltung durchschritt Caleb die Flure und Gänge des Internats, als könnte er mit seiner tadellosen Erscheinung das abgemagerte, psychisch abwesende Bild Logans überspielen. War es Scham, die er für den jungen Mann empfand? Obwohl es Logan wichtig wäre, das zu wissen, wollte er gleichzeitig die Wahrheit nicht erfahren. Deshalb nickte er seinem tierischen Begleiter jetzt nur kurz in Gedanken versunken zu; damit war dieses wortkarge Gespräch am frühen Morgen beendet. Dass er diese Geste am liebsten rückgängig gemacht hätte, sich umgedreht und mit Caleb an seiner Seite geflüchtet wäre, erkannte Logan jedoch, sobald er das Lehrerzimmer betrat. Warum war er nicht einfach an der offenen Tür vorbeigeschlichen - oder noch besser; warum hatte er nicht noch etwas geschlafen, anstatt die Zeit mit dem Gang zur Kaffeemaschine zu vergeuden? Dann wären seine Augenringe vielleicht nicht so tief und dunkel, wie er sie im Badezimmerspiegel leider schon sehen musste, und sogar seine Haut wäre eventuell um einen Touch gesünder gefärbt. Aber nein; die fast schon Sucht zu nennende Abhängigkeit von dem koffeinhaltigen Gesöff führte jetzt dazu, dass er dieses Lehrerzimmer betreten musste. Jetzt. Sofort. In diesem Moment, in dem sich bereits zwei Lehrer im Raum befanden. Alles in Logan sträubte sich dagegen, als er mit einem schnellen Schritt die Türschwelle übertrat. Tot umgefallen war er noch nicht, also weiter. ”Morgen.” Das ‘gut’ am Anfang seiner kargen Begrüßung ließ Logan absichtlich weg. Nichts an diesem Morgen war gut. Nichts. Seine Laune hatte einmal wieder einen rekordverdächtigen Tiefpunkt erreicht, als Logan sich möglichst nahe an der Wand an Frank Delfino und Xavier Sundström vorbei zur Kaffeemaschine schob. Calebs spöttischen Blick spürte der junge Mann praktisch in seinem Rücken; der Gepard hatte sich mit einer fließenden Bewegung neben die Tür gepflanzt und überblickte die Situation nun mit einem nur herablassend zu nennenden Gesichtsausdruck. Das war nun einmal seine Art - Caleb war zu sehr von sich selbst überzeugt und eingenommen, als dass er sich auf die guten Seiten seiner Mitmenschen und -tiere konzentrieren konnte. Na warte… Du weißt nicht, was dich nachher noch erwartet… Ich sage nur: Spielzeuggeschäft. Logan unterdrückte den Impuls, dem Geparden einen bitteren Blick zuzuwerfen und vertröstete sich auf später, seinen tierischen Begleiter ebenso zu provozieren, wie er es immer zu tun pflegte. Der Besuch in einem Spielzeuggeschäft vor einigen Jahren bot eine hervorragende Angriffsfläche auf die Raubkatze, deren Ohren vor Verlegenheit immer zu glühen begannen, wenn Logan mit dieser Geschichte anfing. Wie auch immer: in Aussicht auf diese Genugtuung riss Logan endgültig wieder zurück in die Realität, und er merkte, dass er sich hatte schleifen lassen. Er war clean, seine letzten Eskapaden mit Drogen und Alkohol lagen weit genug zurück - doch sein Körper hatte sich noch immer nicht richtig von der jahrelangen Belastung erholt, sodass man ihm nur schwer glauben konnte, dass er tatsächlich die Wahrheit sagte. Dass Logan auch sonst nicht wirklich Wert darauf legte, mit dem Aussehen eines Männermodels für Herrenanzüge zu begeistern, hatte er sich im Laufe der Zeit andere Strategien überlegt, um wenigstens etwas Ansehen bei seinem Gegenüber zu erlangen. Die Tatsache, dass es ihm schon von Kindesbeinen an immer schwergefallen war, seine Gefühle und Gedanken jemandem Fremden in die Hände zu geben, um diesem Macht über sich zu geben, half ihm in diesen Situationen ungemein weiter. Logan Dearing war kalt, unnahbar und verschlossen, wenn er einem neuen Kollegen zur Begrüßung am Internat mit versteinerter Miene die Hand reichte, er zeigte keine Emotionen, wenn er seinen Schülern erklärte, wie sie ihre neuen Fähigkeiten am besten einsetzen konnten. Die stets vereisten Gesichtszüge gaben seinem Gegenüber das Gefühl, der junge Mann mit den seltsamen Haaren hätte die Situation unter Kontrolle; als wüsste er genau, was geschah und was noch passieren würde. Diese Fähigkeit machte er sich nun zunutze, als Logan sich eine Tasse aus dem Schrank nahm, sie in die Kaffeemaschine stellte und ins Eingabefeld seinen Wunsch tippte. Keine Sekunde später floss die dampfende braune Flüssigkeit bereits in den Becher aus billigem Porzellan; Logan schnappte sich das brühend heiße Getränk, bevor er sich zu Frank Delfino und Xavier Sundström umdrehte. Auch die beiden Lehrer hatten sich an der alten Kaffeemaschine bedient, jetzt überblickten sie beide mit ihrem dampfenden Becher in der Hand den Raum. ”Ich hätte ihnen ja gerne auch einen Kaffee gemacht, aber wie ich sehe, bin ich dafür etwas zu spät.” Logan bemühte sich, seine schlechte Laune nicht allzu sichtbar zu machen, und auch wenn seine Worte als betont schwungvoll geplant waren, so waren sie letztendlich ebenso wie Logans Gesichtszüge kalt und leer. Frank Delfinos kleiner Fisch Picasso schwebte neben ihm in der Luft; Logan war immer bemüht, sich von dem Tier fernzuhalten. Meerestiere jeglicher Art erinnerten ihn immer an Sushi; und wenn er eins nicht leiden konnte, waren es diese kleinen Häppchen aus Algen und anderen Meeresfrüchten. Im Geiste dankte er seinem Vater, dass er ihm nicht die Gene eines Sushiröllchens hatte einpflanzen lassen und noch im selben Augenblick merkte er, wie unsinnig seine Gedankengänge einmal wieder waren. Sein Hirn brauchte dringend mehr Schlaf, eindeutig. Als hätte Caleb seine Gedanken erraten, zuckte der Gepard kurz mit dem Ohr, als wolle er Logan so zustimmen. Verräter. Eine leichte Brise wehte durch das geöffnete Fenster und spielte mit dem kurzen Fell der Raubkatze. Während Caleb das eher als lästig zu empfinden schien, machte Xavier Sundströms tierischer Begleiter, der Eisbär Kodiak, welcher sich unterhalb des Fenster niedergelassen hatte, genau den gegenteiligen Eindruck. Na, wenigstens ist zumindest einer heute Morgen nicht schlecht gelaunt.

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BeitragThema: Re: Das Lehrerzimmer   Fr Jan 04, 2019 12:59 pm



Frank  

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Nur wenige Sekunden konnte Frank seine verdiente Ruhe genießen. Vorsichtig nippte der Lehrer an seinem brühend heißen Getränk, als plötzlich die Tür zum Lehrerzimmer schwungvoll aufgerissen wurde. Xavier kam in die gute Stube gestolpert, wie immer bester Laune, was Frank auf die Nerven ging. Es sollte gefälligst jeder die Klappen halten, wenn es so früh am morgen war. Lachend kommentierte der Schwede Picasso, der neugierig den Kaffee beäugte, weshalb Frank nur kurz den Mund verziehen konnte und dem Fisch einen vorwurfsvollen Blick schenkte. Ich warne dich, Picasso. Xavier trottete derweil durch den Raum und warf seine Tasche auf einen freien Stuhl in der Nähe seines Platzes. Noch immer hatte kein Wort die Lippen des Bärtigen verlassen und er starrte grimmig in die schwarz-braune Flüssigkeit, als würde sie ihm die Zukunft vorhersagen. Wenig später konnte er ein lautes Knarren ausmachen, als sich der Begleiter des Schweden förmlich durch die Tür presste. Überrascht hob Frank eine Augenbraue und verbiss sich jegliche Kommentare, die die Körpergröße des Eisbären betrafen. Das Tier hielt einen Moment inne und starrte Picasso herausfordernd an, ehe er sich über die eigene Schnauze leckte und von dem kleinen Fisch abließ. Der Betta fühlte sich bedroht und spreizte aus diesem Grund seine Flossen von sich, als wollte er den Bären angreifen. Schnell fingerte Frank in seiner Hosentasche einen kleinen Futterstick heraus, um ihn abzulenken. Picasso witterte sein geliebtes Futter natürlich sofort und flitzte in Richtung seiner Hand, die er gleich aufgeregt umkreiste. "Ist ja schon gut, hier hast dus.", schmunzelte der Lehrer belustigt als er die Hand öffnete und so das wehrlose Futter entblößte, welches sofort von Picasso verschlungen wurde. Plötzlich wurde Frank von einem kalten Luftstoß aus seinen Gedanken gerissen und musste überrascht den Kopf heben. Xavier hatte die Fenster geöffnet, um den Raum zu belüften. Dankbar nickte der Bärtige dem Schweden zu, welcher sich nun zu ihm und dem Schrotthaufen gesellte. Natürlich schnurrte die Klapperkiste sofort, als Xavier diese nur berührte. Frank konnte nicht anders als der Maschine einen verächtlichen Blick zu zuwerfen. Schweigend nahm der Bärtige noch einen Schluck von seiner Lebensessenz und bereitete sich gedanklich darauf vor, die Schüler zu unterrichten. Manchmal fragte er sich, weshalb er diese Stelle eigentlich angenommen hatte, immer hin wurde er als Hitman besser bezahlt. Plus dieser Job beschaffte ihm auch wesentlich mehr Nervenkitzel, als dumme Kinder, die einen anglotzten, als wäre man ein Alien. Doch auf eine gewisse Art und Weise waren die Mutanten doch ganz interessant. Manche waren vielleicht hässlich wie die Nacht, aber andere hatten etwas reizvolles, vielleicht schon anmutiges an sich, wie beispielsweise Rachel. Erneut knarzte der Boden verdächtig leise, weshalb der Lehrer neugierig den Kopf wandte. Der Direktor Logan hatte das Lehrerzimmer betreten und schlich wie eine Raubkatze in das Zimmer. Er war eine halbe Portion, viel zu jung für ein solches Amt, konnte die Verantwortung nie im Leben tragen, da würde auch seine aufgehübschte Kleidung nicht helfen. Er konnte es drehen und wenden wie er wollte, doch Frank konnte dem Burschen nicht wirklich trauen und wartete nur darauf, bis dieser einen Fehler machte. Vielleicht sollte ich mich um ihn kümmern, wie ich es auch bei... Nein das wäre falsch. Wenn ich Streit anzettle, würde ich auch als Mutant enden. Logan drückte sich an der Wand hinter Xavier und Frank vorbei, als wären die beiden giftig und stürzte dann erleichtert auf die Kaffeemaschine zu. Der Braunhaarige nahm gemächlich einige Schlucke von seinem Kaffee und beobachtete jeden Schritt und Handgriff von der seltsamen Gestalt. Er sah gewiss nicht gut aus, eher wie ausgespuckt und anschließend zertrampelt. Die Augenringe waren dunkel, groß und nicht zu übersehen, dennoch waren sie es keinen Kommentar wert und so schwieg der Bärtige weiterhin. Picasso war inzwischen auf seine Schulter zurückgeschwebt und beobachtete nervös die Situation. Die Lage war angespannt und ein Unwohlsein qualmte in Frank auf. Ob dies mit dem Direktor zu tun hatte oder nicht, sei dahingestellt. Logan versuchte inzwischen sich bei den Lehrern einzuschleimen und meinte, er hätte ihnen ebenfalls einen Kaffee runtergelassen, doch er war offensichtlich zu spät dran. Vor nicht allzu langer Zeit hatte Frank von einem Gerücht Wind bekommen, das den neuen Direktor betraf. Scheinbar war dieser Drogen und Alkoholabhängig gewesen und versuchte nun sein bestes, um clean zu bleiben. Der hat sich bestimmt heute morgen mehrere Lines rein gezogen., dachte der Braunhaarig spöttisch. "Guten Morgen.", sagte Frank mit freundlichem Unterton in der Stimme. Er musste sich dazu durchringen, den Burschen zu begrüßen, auch wenn ihm definitiv nicht danach war. "Xavier danke, dass du die Fenster geöffnet hast. Ich wollte das ebenfalls tun, aber wie du weißt... Mein Kaffee.", sprach der Lehrer lachend, an Xavier gewandt. Es war weit bekannt, dass er zuerst einen Kaffee am Morgen brauchte, denn ansonsten war er nicht funktionstüchtig.


| ERWÄHNT: Rachel | ANGESPROCHEN: Xavier [@Todesengel], LoGang [@Dunkelseele] | ORT: bei der Kaffeemaschine|

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BeitragThema: Re: Das Lehrerzimmer   Fr Jan 04, 2019 7:47 pm

Ziva Sloan & Bargira
Erwähnt & Angesprochen - Bagira [NPC]

Ziva schaute in den Himmel und schloss kurz die Augen. Sie wusste nicht wieso, aber irgendwie war ihr kalt, was ihr treuer Begleiter mitbekam. Bargira schmiegte sich sanft an sie und schaute sie sanft an. Genauso sanft wie sein Blick strich Ziva ihm über den Kopf. "Na dann. Gehen wir rein. Hier ist es kalt." meinte sie und rannte wieder rein. Bagira folgte ihr dicht auf bis zum Lehrerzimmer.

"Guten Morgen." sagte sie, als sie das Lehrerzimmer betrat und stellte ihre Tasche mit einigen Zetteln auf ihren Platz. Danach ging sie zum Wasserkocher und setzte sich einen Tee auf. "Willst du auch?" fragte sie ihren Begleiter und stellte dann einen Napf heißes Wasser auf den Boden. "Aber pass auf Bagira. Das ist heißes Wasser." mahnte sie den schwarzen Panther und wusste, dass er zu neugierig war und nicht auf sie hören wurde.

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BeitragThema: Re: Das Lehrerzimmer   Sa Jan 05, 2019 6:53 pm

Bild
»Xavier Sundström«

Kodiak | ♂ | Eisbär
31 J. | ♂ | Lehrer | Steckbrief

"Reden" | Denken | Handeln | "Kodiak Spricht" | Kodiak Denkt
Leicht Schmunzelte Xavier über das Schweigen seines Bärtigen Kollegen, wohl wissend, dass er bald wieder bei mehr oder weniger guter Laune sein würde. Dennoch konnte er sich ein gelachtes "Gesprächig wie eh und je, hm?" nicht verkneifen. Ebenso hatte er Picasso beobachtet, der allen Anschein nach Anstalten machte, sich mit kodiak anzulegen, welchen es herzlichst wenig interessierte, oder zumindest wäre es ihm egal, denn er würde in dem Falle den Fisch einfach herunterschlucken. So legte der rund 500 Kilo schwere Eisbär seinen Kopf auf seine Pfoten, um etwas zu dösen, während Xavier wieder an seinen Kaffee nippte. Schweigend.

Es dauerte nicht lange, da bemerkte Xavier eine Bewegung im Augenwinkel. Kodiak hob den Kopf, schnupperte kurz mit seiner Empfindlichen Nase, ehe er die beiden Menschen ansah. Vorsicht, der Big Boss ist im Anmarsch! Meinte xavier's Begleiter sarkastisch, ehe er seinen Kopf wieder ablegte, die frische, Hereinziehende Luft genießend.
Mit einem Kopfnicken nahm Xavier die Worte seines Begleiters zur Kenntnis, nippte noch einmal an seinen Kaffee, ehe er sich wieder zu Frank drehte, diesen auch Warnen wollte. Nur einen Bruchteil einer Sekunde später kam auch schon Logan - der Big Boss, wie Kodiak zu sagen pflegte, durch die Tür getreten, seinen Geparden dicht hinter ihm. "Morgen!"

Es dauerte nicht lange, da schlich sich der Direktor schon beinahe an der Wand hinter Xavier und Frank vorbei, so als wären die beiden Aliens. Na ja, an ihm haben sie auch herum Experimentiert, wir sind da alle ziemlich gleich, ... na ja, fast alle. Kurz glitt sein Vielsagender und fragender Blick zu Frank, dem das Verhalten des Direktors auch eher negativ aufgefallen zu sein Scheint. Da waren sie schonmal zwei.
Die Anwesenheit des Direktors kippte dann doch seine bislang Übermäßig gute Laune etwas. Zumal er scheinbar versuchte sich bei den beiden Lehrern einzuschleimen. Ekelhaft!? Ein zustimmender Blick glitt kurz zu Kodiak, welcher kurz eines seiner dunklen Augen geöffnet hatte.
Als frank dann doch den Mund öffnete, zuerst um den Direktor zu grüßen, später noch um sich an Xavier zu wenden, nickte Letzterer wissend, ehe er auch wieder Lächeln den Mund Öffnete: "Ich weiß! Kaffeejunkie!" Schmunzelnd blickte er in seine eigene Brühe, ehe er wieder leicht aufsah. "na gut, ich aber auch!"


Wieder erwarten schloss der Eisbär folgend nicht wieder seine Augen, sondern hob etwas den Kopf "Ziva und Bargira in Anmarsch!"
Und wieder hatte Kodiak recht. Die letzte im Bunde kam gerade durch die Tür geschritten, zusammen mit dem Schwarzen Panter Bargira. Während Xavier kurz seine - nun nicht mehr ganz so volle - Tasse Kaffee auf seinem Tisch abstellte und wieder der Außenwand folgend die fenster der reihe nach schloss, warf er Kodiak einen Lobenden blick zu, welcher von dem Eisbären mit einem, nun ja, nennen wir es mal Schmunzeln, quittiert wurde.

"Guten morgen, Ziva! Bargira! Haltet euch von den beiden dort fern, die beiden haben noch nicht genug Kaffee im Blut!" begrüßte Xavier die beiden, mittlerweile an seinen Tisch gelehnt, seinen eigenen Kaffee in der Hand, die Tasse mustern. Zugegebener weise musste Xavier eingestehen, dass er keine Ahnung hatte, warum er eine Rosane Tasse mit vielen, sehr vielen Kleinen einhören, Süßigkeiten und Regenbogen-Einhorn-Mist drauf gegriffen hatte. Leicht verzog er seine Miene und sah sich im Raum um. Hoffentlich war dies niemandem Aufgefallen und so legte er beide Hände über das farbenfrohe Muster der Tasse.
Angesprochen: Frank {& Picasso} @Kupfertupfen Logan & Caleb @Dunkelseele Ziva & bargira @Timothy
Erwähnt:-
©️Todesengel

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BeitragThema: Re: Das Lehrerzimmer   Sa Jan 05, 2019 8:29 pm


Ziva Sloan

Lehrerin | Begleiter: Bagira [Panther]

Ziva sah von Bagira auf zu Xavier und dann zu ihren anderen beiden Kollegen. Sie nickte Xavier dankend zu. "Danke für den Tipp Xavier." sagte sie und lächelte. "Übrigens. Du hast da eine echt stylische Tasse. Passt gar nicht zu dir." meinte sie und brühte ihren Tee auf. "Bagira! Ich sagte doch sei vorsichtig." sagte sie an ihren Begleiter gewandt, als dieser zurück sprang und kurz fauchte. "Hätte ja sein können, dass das Wasser schon kalt ist..." meinte er dann kleinlaut und wischte sich über die Schnauze. "Heißes Wasser wird nicht so schnell kalt. Und deins war sogar noch recht kühl. Ok sagen wir lauwarm." mahnte sie ihren Begleiter, welcher sich nun unter ihren Schreibtisch verkrochen hatte und zu Kodiak schaute, dem Eisbären von Xavier. Ziva schüttelte nur lachend den Kopf und nahm den Napf von Bagira auf, um kühleres Wasser aus dem Wasserhahn reinzufüllen. Danach stellte sie das kühle Wasser vor Bagiras Nase und setzte sich an ihren Schreibtisch. "Jetzt schmoll nicht und trink das Wasser aus. Es ist jetzt auch kühl." sagte sie und sah zu Xavier. "Und wie geht es dir heute Xavier? Du scheinst hier am gesprächisten zu sein. Zu Zeit jedenfalls." meinte sie und stützte ihr Kinn auf ihre Handfläche ab.

Erwähnt & Angesprochen
@Todesengel

Code by scorpionstime | Januar 2019



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BeitragThema: Re: Das Lehrerzimmer   So Jan 06, 2019 12:50 am

Logan Dearing | Direktor | Internat | Lehrerzimmer
Angesprochen: Frank Delfino und Picasso (@Kupfertupfen), Xavier Sundström und Kodiak (@Todesengel) und Ziva Sloan und Bagira (@Timothy)

Diese Situation war doch wieder ein toller Moment, in dem die Erkenntnis, warum Logan Dearing so wenig wie möglich mit seinen Mitmenschen zu tun haben wollte, den jungen Mann wie eine Pistolenkugel traf. Schon in den ersten drei Sekunden, in denen er sich zusammen mit seinen Kollegen Frank Delfino und Xavier Sundström im gleichen Raum befand, schmiedete er im Kopf schon Pläne, wie er die beiden am besten feuern konnte - oder wie er diesen Job einfach loswerden würde, ohne dabei das letzte bisschen Stolz, welches ihm noch geblieben war, dem Kollegium dieses Internats zum Abendessen zu servieren. Theoretisch wusste er nämlich genau, wie man ihn hier ohne Zögern innerhalb eines Augenblickes vor die Tür setzen würde - sobald er in alte Muster zurückfallen würde, wäre ihm auch diese letzte Chance verbaut. Also ließ Logan eher gezwungenermaßen die Finger von den ganzen Substanzen und Tabletten, die noch vor einigen Jahren sein Hauptnahrungsmittel waren - es widerstrebte ihm einfach zutiefst, seine Haltung gänzlich aufzugeben. Also durchhalten. Dass er es nicht noch einmal schaffen würde, auch nur geheuchelt freundliche Worte an seine natürlich über alles wertgeschätzten Kollegen zu richten, war ihm jedoch klar. Also würde er auf der imaginären Beliebtheitsskala des Internats jetzt wohl bis zu dem Punkt sinken, an dem er selbst während seines tiefsten Downs saß. Innerlich sarkastisch jubelnd blickte Logan in seine Kaffeetasse, darauf hoffend, dass die braune Brühe ihn einfach verschlucken würde. Die freundlichen Worte, die sich Frank und Xavier abrangen - dass auch nur ein Hautschüppchen an ihrer ganzen Art echt war, bezweifelte Logan ebenso sehr wie die Theorie einiger Idioten, die der Meinung waren, dass die Erde eine Scheibe sei - ignorierte der junge Mann gekonnt. Das war wohl ziemlich das einzige, worin er jemals gut gewesen war - ignorieren, oder wenigstens so tun. Ignoriert werden war hingegen schwerer - schon als kleines Kind war er das Gesprächsthema Nummer eins auf sämtlichen Familienfeiern gewesen. Der kleine Logan will nicht reden, der kleine Logan will nicht essen, der kleine Logan weint beim Fotografieren für das Familienalbum - und jetzt, jetzt versucht er, aus dem Fenster zu springen! Ach, du lieber Gott; was soll nur aus dem Kind werden? Der Junge schafft es ja nicht einmal, sich die Haare anständig zu kämmen! Fast hätte Logan spöttisch aufgelacht, als die so oft gehörten Floskeln von sämtlichen Familienmitgliedern in seinem Kopf wiederhallten. Als seine Schwester dann erstmal laufen und kichern konnte, wurde es sogar noch schlimmer. Neve war genau das Gegenteil ihres Bruders - ein kleines Mädchen mit Pausbäckchen, das im rosa Kleidchen auf dem Schoß der Tante das und mit strahlenden Augen in die Kamera lächelte. Und das war sie noch heute - zwar größer und mit einer Figur, mit der jeder zweite sie immer wieder zum Modeln animieren wollte. Neve war die Schöne, Kluge, Erfolgreiche - und Logan das schlechte Beispiel; Schulabbrecher, ehemaliger Junkie und jemand, der sich nicht an die Gesellschaft anpassen konnte oder auch nur wollte. Und gerade jetzt hasste er sich dafür - warum konnte er nicht einfach stinknormal sein? So normal, wie es sich als Sohn solcher Eltern wie den seinen gehörte. Berühmt oder wenigstens erfolgreich - Schauspieler, Arzt, Wissenschaftler, mit einer Frau, Kindern, und wohnhaft in einer protzigen Villa irgendwo am Meer. Dass Logan das Meer hasste und bisher an noch keiner Frau Interesse empfunden hatte, machte die ganze Sache dann schon schwierig. Und durch seine völlige Unfähigkeit in so ziemlich allen Bereichen des Lebens konnte er das ‘erfolgreich’ auch vergessen. Er würde es wenn überhaupt höchstens noch ein paar Jahre als Direktor dieser Einrichtung machen können - und wenn er dann wieder als genmanipulierter Freak auf der Straße landen würde, hätte er ohnehin keine Zukunft. In seinem morgendlichen Pessimismus völlig versunken erlitt Logan fast einen Herzinfarkt, als Ziva Sloan mit einem ”Guten Morgen!” und unerträglich sonniger Laune ebenfalls das Lehrerzimmer betrat. Zum einen fürchtete er sich etwas vor so optimistischen Menschen, da er sie einfach nicht verstehen konnte, zum anderen hatten seine Sinne mal wieder versagt, weshalb das Auftauchen der Kollegin ihm erst aufgefallen war, als diese bereits halb im Raum stand. Keine Sekunde später wollte sein Fluchtinstinkt ihn auch schon zum Verschwinden bringen. Logan hatte wie immer das Gefühl, dass mehrere Leute mit ihm in einem Raum nicht gut enden würden - er assoziierte mit solchen Situationen immer noch das Gefühl, von allen Seiten nur Ablehnung zu ernten. Dass das nicht ganz abwegig war, merkte er immer, wenn mindestens eine dieser Personen sich Frank Delfino nannte. Dieser bärtige Typ schien Logan zu hassen wie die Pest, und Logan konnte ihm diese Gefühle nur ebenfalls entgegenbringen. Ihre Abneigung füreinander stand zwar nie ausgesprochen im Raum - aber Logan merkte in seinem Handeln und seinen Gesten, dass Frank Delfino ihm misstraute. Auch die restlichen Bewohner des Internats schienen ihn alles andere als zu mögen, aber Frank Delfino war Logan sofort mit seiner Art aufgefallen, die den jungen Mann fast zum Kotzen brachte. Und auch wenn die Person, die jetzt den Raum betreten hatte, nicht einmal das gleiche Geschlecht wie der Bärtige hatte, so musste Logan doch sehr gegen den Drang ankämpfen, aus dem Fenster zu springen, um dieser kleinen Versammlung hier zu entfliehen. Mit Frank und Xavier einige ungezwungene Kommentare wechselnd, setzte Ziva in der Zwischenzeit einen Wasserkessel auf, um sich einen Tee zu kochen. Eine Wasserschüssel mit kochend heißem Inhalt stellte sie ihrem Begleiter, dem Panther Bagira, ebenfalls auf den Boden. Als dieser sich an dem heißen Wasser die Nase verbrannte, konnte Logan das schadenfrohe Schnurren seines eigenen Begleiters fast schon hören. Der Gepard schaffte es zwar, keine Miene zu verziehen, aber sein oftmals giftiges Wesen war ein Indiz dafür, dass das Raubtier sich innerlich halb tot schnurrte. Caleb hatte ihm eine Zeit lang von dem nachtschwarzen Raubtier immer wieder die Ohren vollgejammert, bis auch diese Schwärmerei irgendwann nachgelassen hatte, bis sie schließlich ganz erloschen war. Der Gepard hatte die Angewohnheit, in unregelmäßigen Abständen ein auserwähltes Wesen aus der Ferne aus anzuhimmeln und dies Logan dann Tag und Nacht mitzuteilen. Ob es sich bei diesem Wesen jetzt um eine brummende Fliege oder den fülligen Müllmann in seinem grellorangen Outfit handelte, war immer verschieden; nur nervig waren all diese Schwärmereien. Aber dass Logan in dieser Nacht schlecht geschlafen hatte, war nicht dem selbstbewussten Geparden zu verschulden. Dieser hatte nämlich die Klappe gehalten - ganz im Gegensatz zu Logans Gedanken, die ihn nicht zur Ruhe kommen ließen. Und ihn auch jetzt nicht in Ruhe seinen Kaffee trinken ließen. Ruhe? Was war das überhaupt für eine Lüge? Von dem nächsten Schluck bereits nur noch lauwarmen Kaffees wurde Logan so kotzübel, dass er sich am liebsten für heute krankgeschrieben hätte. Oder noch besser - für das ganze Jahr. Aber das durfte er sich nicht erlauben, er durfte sich überhaupt nichts erlauben. Erst recht keinen Tag im Bett, nur weil sein schmerzender Magen den billigen Kaffee nicht ertragen konnte. Trotzdem kippte Logan den Rest seines Getränks etwas widerstrebend in den Ausfluss, bevor er die Tasse in die Spülmaschine stellte. Frank Delfino schien wie immer nur auf einen Fehler seinerseits zu warten, und Logan wollte dem Lehrer nicht die Genugtuung geben, das gesamte Lehrerzimmer mit Kaffee vollzureihern, nur weil er süchtig nach diesem Gesöff war und nicht ohne den Tag überstehen konnte. Dass er dafür später aber auch noch Zeit hätte, irgendwann am Tag, tröstete Logan etwas über das fehlende Gefühl des Koffeins in seinem Blut hinweg. Was brachte man nicht alles für Opfer, um nicht vollständig als hoffnungsloser Fall abgestempelt zu werden. Und um noch etwas für sein ohnehin schon mausetotes Image zu machen, brachte Logan es sogar über sich, nach diesem ‘'Frühstück” im Lehrerzimmer zu bleiben, um seinen guten Willen zu zeigen. Dass er dabei jedoch kein Wort sprach und jedem, der auch nur kurz zu ihm blickte, einen tödlichen Blick zuwarf, zerstörte dieses Bild aber schon, bevor es überhaupt angefangen hatte zu existieren

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BeitragThema: Re: Das Lehrerzimmer   So Jan 13, 2019 1:21 pm



Frank  

| etwas größerer Mann mit breiten Schultern und vielen Muskeln, trägt gerne Hemden und ärmellose Westernwesten|


Schon bald stieß auch Ziva auch zu den restlichen Lehrern, dicht gefolgt von ihrem Begleiter Bagira. Sie begrüßte die Runde mit einem knappen "Guten Morgen" ehe auch sie die Küche betrat. Im Gegensatz zu den anderen machte sich die Lehrerin einen Tee. Scheinbar konnte Ziva auf den morgendlichen Kick gut verzichten, was Frank absolut nicht nachvollziehen konnte. Während ihr Tee vor sich hin köchelte, stellte sie ihrem Begleiter eine große Schüssel heißes Wasser hin und warnte ihn vor der Hitze. Einen kurzen Moment musste der Bärtige an der Intelligenz der Dame zweifeln, denn Normalsterbliche geben ihren Tieren kein kochendes Wasser. Und wieder beschloss er seinen Mund zu halten und nur innerlich die Augen zu verdrehen. Wo bin ich hier gelandet? Ein Junkie und eine Intelligenzbieste in einem Raum. Doch das schlimmste ist der Schwede, definitiv. Kurz musste Frank lächeln, als er an Xavier dachte. Gewiss hatte er nichts gegen ihn, auch wenn er ihm manchmal mit seiner guten Laune auf den Senkel ging. Vielleicht könnten die beiden irgendwann einmal Freunde werden, wer wusste das schon. Der Schwede kommentierte seine Verschwiegenheit mit einem fröhlichen Kommentar, worauf Frank nicht anders konnte, als verstohlen in seine Tasse zu grinsen. Nachdem sich Logan zu ihnen gesellt hatte, wechselten die beiden Lehrer einen vielsagenden Blick. Ob er ihm auch so misstraute wie ich? Das wäre zumindest gesunder Menschenverstand. Auf seine Selbstverteidigung hin, reagierte der Lehrer mit Verständnis und bezeichnete ihn lachend als Kaffeejunkie, ehe er beschämt auf seine eigene Tasse starrte. Schlussendlich beschloss Xavier den Neuankömmling vor Frank und Logan zu warnen und meinte, sie solle sich von ihnen fern halten, da sie beide noch nicht genug Kaffee im Blut hatten. Eine Sache mit dem ominösen Direktor teilen zu müssen gefiel dem Bärtigen nicht. Es mag lächerlich oder sogar kindisch wirken, doch er wollte so wenig wie möglich mit dem Drogenheld zu tun haben. Wer weiß... Wenn ich mich mit dem noch anlege, werde ich von ihm weggeschnieft. Heutzutage muss man schon auf der Hut sein. Dankend nickte Ziva dem Schweden zu und verwies lächelnd auf seine äußerst männliche Tasse, die er verzweifelnd zu verstecken versuchte. Plötzlich sprang Bagira fauchend von der Wasserschüssel am Boden weg. Scheinbar hatte sich die Raubkatze am heißen Wasser verbrannt und feindete diese nun aus der Ferne an. Seufzend löste sich die Lehrerin von ihrem Platz, packte die Schüssel mit beiden Händen und verdünnte das Gesöff mit etwas kälterem Wasser, nur um die Schüssel wieder vor Bagiras Pfoten abzustellen. Ungeduldig herrschte sie das Raubtier an. Es solle nicht schmollen und nun aus dem kühlen Napf trinken. Frank und Logan ignorierend, wandte sie sich direkt an Xavier mit der Begründung, dass dieser heute wohl am gesprächigsten war. Mit dieser Behauptung hatte sie eventuell nicht ganz Unrecht, genau genommen war es ihm sogar mehr als nur Recht, dass er keine gezwungenen Worte mit der Intelligenzbestie wechseln musste. Mit schnellen Schlucken leerte Frank seine Tasse und packte sie in den leeren Geschirrspüler, ehe er mit seinen Händen seine Hose abklopfte. Der Direktor war mittlerweile etwas blass um die Nase geworden und stütze sich mit einer Hand von der Theke ab. Es schien als würde der Gute jeden Moment zusammenbrechen. Tja Drogen auf leeren Magen zu nehmen ist einfach nicht die beste Idee. Der Kaffee wird die Wirkung der Substanzen wohl auch nicht abmildern. Du solltest es mal mit Alkohol versuchen, dann fliegst du schneller von der Schule als du bis drei zählen kannst. Bestimmt bist du schon dein ganzes Leben von unterschiedlichsten Schulen geflogen, würde zumindest erklären wieso du so verkorkst bist. Seelenruhig studierte Frank die Gesichtszüge von Logan, ließ sich aber rein gar nichts von seinen wahren Gedanken anmerken. Gemächlich schritt er auf seinen Schreibtisch zu, kramte einige Zettel aus der Schublade und packte schließlich seine Tasche, um sich zum Gehen zu wenden. "Xavier, bring bitte unseren werten Direktor ins Krankenzimmer, falls ihm der Kaffee noch mehr auf den Magen schlägt.", pfiff Frank fröhlich als er nach der Türklinke griff. Was er eigentlich sagen wollte: Passt auf, dass uns die Wasserleiche nicht den teuren Boden vollreiert, der ist vollgestopft mit Drogen, der Bruder. "Ich breite mich mal auf den heutigen Unterricht vor, vielleicht fällt mir ja auch was extra Gemeines ein.", flötete er als er daran dachte, die Gehirne der Schüler mit schwierigen Fragen zum Schmelzen zu bringen. Schwungvoll öffnete er die schwere Tür, trat hinaus auf den Gang und ließ sie hinter sich ins Schloss donnern. Nachdem nun eine Barrikade zwischen Frank und dem Rest der Lehrer entstanden war, konnte er endlich wieder aufatmen. Jedes Mal, wenn er sich mit diesem Witz von einem Direktor in einem Raum aufhalten musste, wollte er am liebsten fliehen oder ihn offen herausfordern. Leider saß Logan am längeren Hebel und würde ihn einfach von der Schule schmeißen können. Seine Beine schlugen wie von selbst den Weg Richtung Klassenzimmer ein, während der Bärtige langsam aber sicher in seinen Gedanken versank.


| ERWÄHNT: Ziva | ANGESPROCHEN: Xavier [@Todesengel], LoGang [@Dunkelseele] | ORT: bei der Kaffeemaschine|

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BeitragThema: Re: Das Lehrerzimmer   So Jan 13, 2019 9:27 pm

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»Xavier Sundström«

Kodiak | ♂ | Eisbär
31 J. | ♂ | Lehrer | Steckbrief | Lehrerzimmer

"Reden" | Denken | Handeln | "Kodiak Spricht" | Kodiak Denkt
Xavier stieß sich von seinem Tisch ab und schritt um ihn herum, um sich daraufhin auf seinen Stuhl sinken zu lassen, ehe er sich wieder Ziva zuwandte, "ja, da hat irgendwer meine Tasse mit dieser vertauscht ... und ich habe es nicht bemerkt" lachte er leicht, ehe er Frank nur zunickte, welcher soeben seine Sachen packte und anmuten ließ, dass er sich sorgen um den werten Herren Direktor machte. Xavier vermutete jedoch eher das Gegenteil - Frank konnte Logan nicht leiden, merklich.

"Mir geht es soweit gut und selbst?"
ein leichtes Lächeln legte sich auf die Gesichtszüge des Lehrers, dessen begleiter unterdessen eingeschlafen. "Ach, ich wollte fragen, ob du etwas dagegen hast, wenn ich die geologischen Merkmale der Tiere, in Bezug auf ihre Herkunft - also Größe der Tiere und Extremitäten, Lebensraum, Fell-Struktur und so weiter - in meinem Unterricht nehmen kann?"
Angesprochen: Ziva @Timothy
Erwähnt: Logan, Frank
©️Todesengel

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BeitragThema: Re: Das Lehrerzimmer   So Jan 20, 2019 7:46 pm

ZIVA SLOAN
E+A: @Dunkelseele, @Todesengel

Sie trank einen Schluck von ihrem Tee und dachte kurz nach. "Nein Nein mach ruhig. Ich hab da nichts gegen." sagte sie auf Xaviers Frage und schaute kurz in ihre Unterlagen. "Ich wünsche dir viel Spaß mit diesem Thema." sagte sie dann lächelnd, ehe sie mit einem Seitenblick zum Direktor Logan schaute. "Mir gehts auch gut." antwortete sie dann auf seine erste Frage und lächelte wie immer. Sie hatte immer eine gute Laune und das lustigste daran ist, dass sie selber nicht weiß wieso. Ihr Begleiter Bagira riss sie mit einem lauten Seufzer aus den Gedanken und hatte danach ihre Aufmerksamkeit. Der schwarze Panther legte den Kopf auf ihre Beine und schaute zwischen dem Eisbären und dem Geparden hin und her. Ziva folgte kurz seinem Blick, machte sich dann allerdings an ihre Unterrichtsplanung ran.

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BeitragThema: Re: Das Lehrerzimmer   Gestern um 8:29 pm

Logan Dearing | Direktor | Internat | Lehrerzimmer
Angesprochen: -
Erwähnt: Frank Delfino (@Kupfertupfen), Xavier Sundström (@Todesengel) und Ziva Sloan (@Timothy)

Logan war noch nie gut in Mathe gewesen. Wenn er so darüber nachdachte, wurde ihm klar, dass er noch nie in irgendetwas gut gewesen war. Die Gleichung, die sich jedoch nun in seinem Kopf zu formen begann, war so verständlich, dass selbst er sie entschlüsseln konnte, er, der die meisten Mathestunden lieber in irgendeiner heruntergekommenen Ecke der Stadt verbracht hatte, in der Hand einen Joint, anstatt einem Stift, um sich Notizen zum Unterricht zu machen. Frank Delfino ist der König der arroganten Bartträger. Warum war diese überaus wichtige und vor allem lehrreiche Formel in keinem Mathebuch auf der ganzen Welt abgedruckt? Am liebsten hätte Logan diese Frage so oft gegoogelt, dass sie zum am häufigsten gesuchten Begriff des Jahres werden würde, jedoch zeigte ihm ein Blick auf die altersschwache Uhr an der Wand, dass bald schon die erste Schulstunde beginnen würde. Innerlich ironisch jubelnd widerstand Logan der erneuten Versuchung, einen panischen Abgang durchs Fenster zu machen. Frank Delfino würde gleich das Lehrerzimmer verlassen, dann wäre es schon einmal eine Person weniger im Raum, die ihn wie den Versager sah, der er auch war. Gleich. Der Bärtige schien sich bereits darauf vorzubereiten, sich schon einmal in Richtung Klassenzimmer zu verziehen, und Logan so mit seiner Abwesenheit im Lehrerzimmer zu entlasten. Aber auch, wenn es hier gleich eine Person weniger sein würde - die Klasse, in der auch er unterrichten musste, würde mehr als nur gut gefüllt sein, zumindest wenn es um Logans Empfinden ging. Er hatte noch nie eine Zuneigung zu Kindern gehabt, eher machten ihm diese kleinen, dauergrinsenden Wesen etwas Angst, und wenn er sich zu lange alleine mit einer Horde von ihnen in einem Raum aufhalten musste, verwandelte sich diese Angst oft in herablassende Kälte. Deshalb war es auch aus diesem Grund eine schlechte Entscheidung gewesen, diesen Arbeitsplatz anzunehmen. Wenn man es so sah, gab es nichts, was darauf hindeuten würde, dass Logan Dearings Anwesenheit auf Shadowhill nützlich oder auch nur ansatzweise hilfreich war.
Frank Delfino hatte nun bereits seinen Kaffee ausgetrunken und seine Tasse in den Geschirrspüler gestellt, jetzt machte er sich gemächlichen Schrittes auf in Richtung seines Schreibtisches, um dort in den Schubladen des Pultes nach einigen Zetteln zu suchen, um sie in seine Tasche zu packen. Logan musste zähneknirschend zugeben, dass sich Delfino wohl besser auf den Unterricht vorbereitet hatte als er selbst. Warum waren ihm alle in so ziemlich allen Gebieten im Leben voraus? Als könnte er die Gedanken seines menschlichen Begleiters erahnen, legte sich Caleb fast schon gelangweilt in ausgestreckter Haltung auf die Seite. Seine bernsteinfarbenen Augen blitzten spöttisch und er wirkte so, als würde er sich am liebsten vor unterdrücktem Lachen schütteln. Warum war dieser Gepard auch nur so verdammt schadenfroh? Während sich alle anderen blendend mit ihrem Gentier zu verstehen schienen, baute Calebs und Logans Beziehung eher darauf auf, dass die beiden sich gegenseitig auf die Nerven gingen, nur um dann doch die ganze Zeit über aufeinanderzuhocken - Caleb, weil er durch seine selbstverliebte Art niemanden als würdig erachtete, auch nur mit ihm zu sprechen, und Logan, weil er generell eine Abneigung für Gespräche jeglicher Art hatte. Das mochte wohl einerseits mit seinem schon seit Kindesbeinen an recht verschlossenen Charakter zuzuschreiben sein, doch Logan hatte mit der Zeit gelernt, dass er viele Dinge auch ohne die Mithilfe oder den Rat anderer Menschen lösen konnte. Er wusste - zumindest theoretisch, wann es besser war nichts zu sagen, und er hatte sich selbst beigebracht, Fremde in verschiedenster Art und Weise von sich zu stoßen. Wovon er aber nicht einmal ansatzweise eine Ahnung hatte, war so ziemlich alles in den Bereichen des Lebens, auf die das genaue Gegenteil zutraf. So hatte er jetzt zum Beispiel nicht den leisesten Schimmer, was er in so einer Situation tun sollte, wie sie gerade im Lehrerzimmer herrschte. "Xavier, bring bitte unseren werten Direktor ins Krankenzimmer, falls ihm der Kaffee noch mehr auf den Magen schlägt. Ich breite mich mal auf den heutigen Unterricht vor, vielleicht fällt mir ja auch was extra Gemeines ein." Eins musste man Frank Delfino ja lassen - er war ein verdammt guter Schauspieler. Wenn er hier kündigen würde, könnte er in Hollywood vielleicht groß rauskommen. Dass nämlich keines seiner Worte echt war, spürte Logan, sobald der Bärtige die Stimme erhob. Er hatte schon vom ersten Moment seit ihrem Aufeinandertreffen gemerkt, dass Frank Delfino die Abneigung, die Logan ihm instinktiv entgegenbrachte, nur erwiderte. Trotzdem bestanden ihre in ihrer Häufigkeit fast schon unterirdischen Unterhaltungen aus gezwungener Höflichkeit. Und gerade diese Höflichkeit bewahrte Logan jetzt davor, Delfino nicht einfach die Kündigung auf den Tisch zu klatschen. Stattdessen tat er, als hätte er die Worte des Lehrers gar nicht gehört, zog nur fast unmerklich eine Augenbraue in die Höhe, während er aus dem Fenster starrte, als wäre ihm dort plötzlich das achte Weltwunder erschienen. Er hatte solch plötzlich auftretende Schwindel, die häufig auch nur aus Übelkeit bestanden, des öfteren. Gerne würde Logan sich einreden, dass sein Körper halt einfach noch mehr Zeit brauchte, um sich von dem jahrelangen Aussetzens aller möglicher Pillen und Flüssigkeiten zu erholen, die seinen kompletten Kreislauf und seine Blutwerte zerstört hatten. Viel eher war jedoch, dass sein Körper bereits jetzt, wo Logan 29 Jahre alt war, so gut wie das Wrack eines Schiffes, welches durch übermäßige Belastung immer weiter im Sand versinkt, so zerstört war, dass er sich wahrscheinlich nie mehr gänzlich erholen würde.
Sobald die Tür schließlich hinter Frank Delfino ins Schloss fiel, konnte Logan nur schwer ein erleichtertes Seufzen unterdrücken. Er wollte sich vor Ziva Sloan und Xavier Sundström nicht die Blöße geben, sich merklich zu entspannen, sobald der bärtige Lehrer den Raum verließ. Als Direktor durfte er seine Abneigung gegen einen der angestellten Lehrer nicht so offen zeigen, egal, wie genau er nun zu diesem Amt gekommen war. Die noch anwesenden Lehrer waren auch der Grund, weshalb Logan sich nun wahllos ein Buch aus dem Bücherschrank neben sich griff, und so tat, als würde er anfangen, angeregt und äußerst interessiert darin zu lesen, um so sonst möglichen Gesprächen aus dem Weg zu gehen. Worum genau es in dem Buch ging, oder wie es hieß, wusste Logan nicht, er bemerkte nicht einmal, dass er es falsch herum las, sodass man deutlich sehen konnte, dass der Einband in seinen Händen auf dem Kopf stand.

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