Lost Dreams

Was tut man, wenn man als Experiment aus einem Labor flieht? Richtig! Man tut sich als Clan zusammen und kämpft ums Überleben!
 
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Experiment 022

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 Die Zellenräume

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Flutenschleier
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BeitragThema: Die Zellenräume   Fr Jan 26, 2018 10:24 pm

das Eingangsposting lautete :

Mehrere Räume in denen die, oftmals kleinen, Käfige der Katzen stehen.
Jeder Raum ist miteinander verbunden und tagsüber sind die Zellen offen. Nachts werden die Experimente jedoch eingesperrt.
Lediglich der Anführer sowie die Vertrauten und Wächter besitzen größere Zellen - diese haben die Menschen ihnen gegeben, weil sie treu sind und immer tun was sie verlangen. Oftmals kann es aber auch sein, dass die Katzen sich diese Zellen erkämpft haben.

In diesen Räumen stehen nicht viele Sachen - kleine Kratzbäume für die Krallen, Schüsseln mit trockenem Futter und metallischem Wasser. Bequeme stellen gibt es kaum welche, lediglich die großen Zellen besitzen kleine Decken.
Gibt es einmal Fleisch oder Nassfutter als Nahrung, so ist dieses hart umkämpft und meistens bekommen nur Anführer und Vertraute sowie Wächter etwas von dem Futter.

~ Beschreibung könnte sich verändern ~
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Onyxstern
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Do Nov 29, 2018 10:57 am

Nezumi/211 | Experiment | Bei 548 (@Winterpfote) & 228 (@Efeupfote)

Amüsiert löste er seinen Griff um 548 und tippte ihr warnend auf den Kopf. Versuchte das Kätzchen gerade 228 vor ihm zu retten, oder war sie wahrhaftig so unbedarft wie sie im Moment wirkte? Er sollte vermutlich wirklich aufhören, sie so zu unterschätzen, sie war flinker, gerissener und schlauer als er sich in den meisten Momenten eingestehen wollte.

Ich wurde im Labor geboren und meine Mutter wurde wegen ihrem Namen hingerichtet Und vieler anderer Dinge... deshalb sei so gut und verzeih mir - aber ich werde meinen Namen niemanden verraten, denn ich gerade erst durch ein kleines Pläuschchen kenne. So gut unser Gespräch auch ist. Leicht zwinkerte er dem anderen Versuch zu.

Soll ich 031 gleich nochmal aufsuchen und sie informieren? Oder erstmal schauen, ob mir Kratos nicht noch auf andere Art und Weise nutzen könnte... Etwas gerissenes trat in seine Augen und leicht richtete der Kater sich auf, ließ das unbedarfte und unschuldige von seiner Art und Weise fallen.

Nun da wir ja jetzt ganz offen und ehrlich zueinander sind... Leicht grinsend legte er den Kopf schief und tippte 548 verspielt auf den Kopf. Was meinst du, würde passieren wenn ich jemanden deinen Namen erzählen würde?

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Mondzauber
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Do Nov 29, 2018 3:56 pm

Hephaistos | Experiment 661
Angesprochen: Experiment 037 | Zazou @Casjopaia

Ein weiteres Knurren entwich seiner Kehle und nun war er es, der einen Schritt auf die Andere zumachte. Hephaistos hatte genug gehört. Wer glaubte Zazou eigentlich, wer sie war?
"Du hörst mir jetzt mal ganz genau zu.", zischte er und trat einen nächsten Schritt auf die weiß-graue Kätzin zu, die ihm nicht seine Ruhe gönnen wollte.
"Das hier ist meine Zelle, sie wurde mir zugeordnet und DU hast. hier. nichts. verloren."
Hephaistos presste die letzten Worte, welche er besonders stark betonte, zwischen seinen gebleckten Zähnen hindurch, die im Laborlicht aufblitzten, wodurch seine Stimme einem gefährlichen Zischen glich.
"Wenn du nicht von selber gehst, bringe ich dich eben dazu.", fauchte der goldbraune Kater wütend, seine Augen strahlten ein bedrohliches Funkeln aus.
Man mochte es kaum glauben, doch Experiment 661 war stärker als es den Anschein machte. Unter seinem dichten Pelz, der ihn eher dick und pummelig wirken ließ, verbargen sich ausgeprägte Muskeln, die er nicht einzusetzen scheute, wenn es darum ging, sein Revier, sich selbst, zu verteidigen.

(Zazou kann ihre Fähigkeit gerne an ihm anwenden ;D)


Experiment 599
Kann angesprochen werden! (@Flammensee)

Gemeinsam mit Experiment 228 schlenderte sie gelassen zu den Futternäpfen, wo sie beide ein paar Maul voll nahmen, ehe sich der ältere - und sehr viel größere - Kater von ihr verabschiedete, mit den Worten, dass sie ihn ja zu seiner Zelle begleiten könne.
Nur mäßig gesättigt schaute die junge Katze dem Experiment hinterher, als dieser langsam davonging. Definitiv würde sie ihm nicht wie ein anhängliches Junges auf Schritt und Tritt folgen, sie war alt genug, ihren eigenen Weg zu gehen und selber Entscheidungen zu treffen. Zumindest war Experiment 599 dieser Meinung und es wäre dumm, unter den Umständen, die im Labor herrschten, etwas anderes zu denken.
Hier jemanden zu finden, der für einen sorgte, war so wahrscheinlich, wie das Überleben der Experimente. Nur den Wenigsten gelang es, dafür rotteten sie im Labor langsam dahin. Jeder war für sich selbst zuständig, sowieso war das viel besser, als für irgendjemand anderen Verantwortung zu übernehmen. Nachher wurde man noch exekutiert, weil ein anderer gegen die Regeln verstieß.
Plötzlich, wie aus dem nichts, erklang entsetzliches Kampfgeschrei und die junge Kätzin spitzte aufmerksam ihre Ohren. Sie war im Begriff gewesen, ihr reinweißes Brustfell zu säubern, das von den trockenen, hässlich-braunen Futterbrocken etwas schmutzig geworden war, doch die Kampfgeräusche weckten ihre Neugierde. 'Wer hat nun schon wieder etwas angestellt?'
Augenverdrehend, weil 599 nicht glauben konnte, was so schwierig daran war, sich an einfache Regeln zu halten, die, ihrer Meinung nach, auch bloß zum Schutz der Laborexperimente aufgestellt worden waren, setzte sie sich schnell in Bewegung und eilte an den vielen eintönigen Zellen entlang, bis sie zu einem abrupten Halt kam.
Nur wenige Katzenlängen von ihr entfernt bot sich ihr ein blutiges Spektakel. So wie es aussah, hatten sich die beiden Vertrauten 251 und 005 gegenseitig getötet. 'Aber warum?'
Verdattert von dieser äußerst unüblichen und unerwarteten Situation starrte sie auf die beiden blutgetränkten Leichen der beiden Kätzinnen. 'Der schöne Pelz..', bedauerte die weiße Jungkatze und verzog angeekelt das Gesicht. Nur gut, dass sie das nicht reinigen musste..

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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Do Nov 29, 2018 5:04 pm

Experiment 169 | #Alastair
Fähigkeit: Photokinese; Energie bündeln damit können Katzen leicht verletzt, geblendet oder weggeschleudert werden
Aussehen: großer, weißer Kater mit langem Fell, ein grünes und ein blaues Auge, Ohrenspitzen blutrot, schwarze Striche bei den Augen, schwarze Pfoten und Fischgrätenmuster am Rücken


Zwar stand diese wunderschöne Kreatur noch immer vor ihm und war zum Greifen nah, doch bald wurde seine Aufmerksamkeit von etwas anderem beansprucht. Sein Magen meldete sich mit einem leichten Grummeln, was der Weiße nur mit einem Hochziehen seiner Letzen kommentierte. Der Kater legte seine großen Ohren an und neigte leicht den Kopf. "Gerne würde ich weiterhin mit dir plaudern, doch scheinbar verlangt das Monster in mir, gefüttert zu werden.", schnurrte Alastair gelassen, ehe er sich umdrehte und zum Absprung ansetzte. Bevor er jedoch vom Kratzbaum segelte, wandte er sich ein letztes Mal an 455. "Wir wollen ja nicht, dass das Monster Überhand nimmt, oder?"
Der Kater spannte all seine Glieder an und drückte sich von der ebenen Plattform ab. Elegant landete er auf allen Vieren auf dem kalten Laborboden, konnte es sich jedoch nicht verkneifen, das Experiment noch einmal anzusehen. "Falls du mich brauchst, weißt du, wo du mich findest.", schnurrte er verschwörerisch und zwinkerte der Schönheit zu. Zuerst traf er auf das Federvieh von den seltsamen Experiment, dann konnte er sich mit so einem Leckerbissen unterhalten... Das Labor forderte unmögliches von ihm und zwang ihn dazu, sich zurückzuhalten. Leider durfte er das blaue Etwas nicht kosten, weshalb er sich nun über die trockenen Brocken, die sich Futter schimpften, hermachen durfte. Alastair summte in seinem Kopf fröhlich vor sich hin und schwebte beinahe auf die Futterschüsseln zu. Zwei unscheinbare Experimente hatten anscheinend die selbe Idee wie er, denn auch sie steuerten auf die Schüsseln zu. Mit erhobenem Haupt und spöttischen Blick beschleunigte er seine Schritte und schnitt den beiden Katzen den Weg ab, um als erstes beim Futter zu sein. Sein Blick funkelte provozierend als er sich zu den beiden Experimenten umdrehte, um ihre Reaktion einzufangen. Natürlich interessierte es ihn nicht im geringsten, was die beiden zu sagen oder zu meckern hatten, im Endeffekt zählte nur er alleine. In aller Seelenruhe überwandte er die letzte Distanz zwischen ihm und den seltsamen Brocken. Wie in Zeitlupe beugte er sich über die metallene Schüssel und schnupperte an den braunen Stückchen, ehe er angeekelt das Gesicht verzog. Dieses blöde Fressen wird auch nie besser! Tag für Tag schleppe ich mich voller Hoffnung hier her, nur um erneut enttäuscht zu werden! Diese verdammten Zweibeiner können mich in eine Gottheit verwandeln, aber kein vernünftiges Essen servieren. Jemand sollte einmal ein ernstes Wörtchen mit ihnen wechseln. Genervt positionierte sich der Weiße vor der Schüssel, nur um seinen Kopf förmlich in das Gefäß zu schlagen. Ungeniert kaute er auf den Brocken herum, schlang sie so schnell wie möglich runter, nur um den ekelhaften Geschmack zu umgehen. Während er noch vor sich hinkaute, bemerkte er zwei Blicke, die sich in sein Fell bohrten. Ehe er sich umdrehte, nahm er noch eine gewaltige Person des Zeuges in sein Maul und wandte anschließend seinen massigen Schädel. "Is wa?", schmatzte Alastair unbeeindruckt. Innerlich machte es ihm Spaß, wehrlose Experimente auf diese Art und Weise zu behandeln. Zwar war er die meiste Zeit friedlich, doch manchmal konnte auch er sich eine harmlose Stichelei nicht verkneifen. Interessiert musterte er die beiden Experimente und wartete auf die folgende Reaktion.

Angesprochen: Experiment 455 [@Iolithpfote], Experiment 622 [@Eulenpfote], Experiment 671 [@Dunkelpfote]
Erwähnt: 100
Ort: Bei den Schüsseln

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Zuletzt von Kupfertupfen am Do Nov 29, 2018 10:07 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Do Nov 29, 2018 5:29 pm

Bild
»Experiment 037 {Zazou}«

♀ | Laborkatze | Experiment | Steckbrief
#Post

"Reden" | Denken | Handeln | Katzen

>>Zazou zuckte keinen Zentimeter, als der Kater weniger freundlich auf sie zu kam. Nur zog sie ihren Schweif etwas enger an sich und ihre Augen funkelten kalt in die seinen. Ein kleines Lächeln überzog ihr Lippen, als sie für ein paar Herzschläge sich auf den Kater konzentrierte.

Es reichte ihr. Wie konnte dieses Fette kleine Fellknäuel der Auffassung sein, ich mit ihr anzulegen, war er kein Wächter oder Vertrauter.
Während 037 ihn für diese wenigen Herzschläge nur bewegungslos anstarrte, konzentrierte sie sich ausschließlich auf den britisch Kurzhaar. Sie stellte sich vor, wie tausende Skalpelle auf den Brustbereich des Katers einstachen und sich in seinem Fleisch drehten.

Mit einem Lächeln klärte sich ihr blick nach ihrer kleinen Stichelei ... oder eher auf ihn einstechen, gespannt was der Kater nun kontern würde, wie er auf den stechenden Schmerz reagieren würde, während sie ihre Kräfte wieder erholen ließ.<<

@Mondzauber

the BAD in sweetness


Bild
»Experiment 333 {Irrlicht}«

 ♀ | Laborkatze | Experiment | Steckbrief
#Post

"Reden" | Denken | Handeln | Katzen

>>Kurz schluckte Irrlicht, als der Kater abwehrte. Er wollte nicht darüber Reden, leugnete es. Leugnete seinen Schmerz, den die Bunte Kätzin, wenn auch nur für einen Bruchteil eines Herzschlages an ihm gesehen hatte. Er verschanzte sich hinter der Maske des kaltschnäuzigen Anführers der Laborkatzen. Experiment 333 sagte nichts, dachte sich nur ihren teil. Zwingen konnte sie ihn nicht, sich zu öffnen, auch wenn es ihm gut Täte, er war schlicht zu Mächtig. So vermutete sie zumindest. So ein Gefühlsklotz!

Verdattert sah sie auf und 001 hinterher, als er sich umdrehte und davon schritt. Jedoch bedeutete er ihr, ihm zu folgen. Er wollte ihr etwas zeigen, etwas was ihr gefallen würde, so sagte er. Ihr Ohr zuckte amüsiert. Leicht sprang sie auf und holte den Kater ein. Als sie auf seiner Höhe war, neben ihm und die Wärme spürte, die von ihm ausging, schob sie vorerst die Sorge um 001 beiseite und antwortete ehrlich neugierig; "Da bin ich aber neugierig, ich kenne doch bereits die Zellenräume ..."<<

@Onyxstern

Die Unschuld im Labor

________________________________________________________________________

Höret die Möwen, sie singen ein Lied
Höret die Möwen, sie singen von Tod und verderben
Höret der Möwen Gesang, so schrill ihr klang
So werde es genießen, denn es wird dein letzes sein,
Im weißen mantel daher er kommt,
So höret der Möwen blutig Lied
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Fr Nov 30, 2018 1:29 am

622| Experiment|Labor| Futterplatz / Schüsseln
Erwähnt: andere (NPC) Experimente
Spricht an: 671 (@Dunkelpfote) 169 Alastair (@Kupfertupfen)

Romeo war kurzzeitig irritiert, als der hochgewachsene weiß-schwarze Kater an ihnen vorbei zog, im ersten Augenblick hatte er angenommen, Experiment 671 hätte die Führung übernommen, denn eigentlich hatte der schwarze Kater 671 den Vortritt überlassen wollen... Ganz gentlemanlike wie es sich für einen anständigen jungen Kater gehörte, doch dem war nicht so- die Realität zerschlug solche rücksichtsvollen Absichten wiedereinmal hämisch kichernd mit einem Vorschlagshammer in tausend kleine Teile. Ein größeres Exemplar von Katze schob sich an ihnen vorbei und marschierte schnurstracks zur Futterschüssel, die Romeo und 671 angesteuert hatten - beziehungsweise, zu welcher Romeo 671 geleiten wollte...

Tatsächlich beschleunigt die flauschige Gestalt die langen Schritte so zielstrebig, als wollte sie unbedingt erster sein, um von dem Besten zu nehmen... Der Geruch von rolliger Katze hing an dem weiß schwarzen Pelz des Katers, welchen Romeo bereits vom Sehen her kannte. Allerdings hatte der schwarze Kater ihn immer nur aus der Ferne beobachten können, wenn er 118 Gesellschaft leistete und sie die anderen Experimente beobachteten, wie diese spielten, schliefen oder sich die Zunge gaben... 622 schenkte der schwarz-weiß gefleckten Katze neben sich einen kurzen Seitenblick, neigte sich ein Stück zu ihr herüber und miaute belustigt:" Da hat es jemand eilig."
Der schwarze Kater legte den Kopf etwas schief, als er das Experiment dabei beobachtete, wie dieser förmlich mit dem Gesicht voran in den Futternapf krachte. Wenn er nicht aufpasst fällt er mit dem Gesicht voran ins Futter und hat das staubtrockene Zeug in der Nase hängen. Promt hatte der ehemalige Streuner das Bild in seinem Kopf, wie der riesige Kater mit dem Gesicht voran in das Futter fiel, mit den Hinterläufen hilflos in der Luft herumstrampelte, um wieder auf den Boden zu kommen und schließlich mit einem völlig verschmierten Gesicht dasaß und sich von einem Niesanfall zum nächsten schleppte, weil es so schrecklich in der Nase krümelte- alleine die Vorstellung war furchtbar lächerlich. Romeo brauchte all die Selbstbeherrschung, die ihm sonst fehlte und all seine Höflichkeit, um nicht prustend in leises Gelächter auszubrechen- es gehörte sich nicht andere scharmlos auszulachen.

So von nahem fiel es wirklich auf, wie überdurchschnittlich groß, der gierige Kater war, denn die langen Beine, mit den großen Pranken zeugten von Kraft, die Romeo selbst vielleicht nicht hatte...
Er warf einen kurzen Blick auf die eigenen Pfoten, die um einiges schmaler waren, als die von dem -vermutlich der Fresssucht verfallenen- Gesellen an der Futterschüssel. Die eigenen Pfoten waren zierlicher... und im allgemeinen, wenn Romeo sich mit dem Kater verglich war er selbst mehr ein halbes Hemd, als ein Kater... Klar, hatte der ehemalige Streuner lange Beine, doch dafür war er sehr schmal, schlank gebaut und drahtig wie jemand, der dafür gemacht war, die Beine zu gebrauchen, um schnell zu werden... Schon okay Romeo du wächst sowieso noch ein Stück... tröstete er sich selbst und ließ den Blick über den Pelz des anderen wandern- Romeo fand Gefallen an der Musterung- es war ein außergewöhnliches Streifenmuster. Er ging sogar soweit, ihn als ansehlich- ja vielleicht auch ihn als interessant einzustufen. Das Rot seiner Ohren sieht irgentwie - außergewöhnlich aus...

Die kurz darauf folgende Herausforderung von dem schwarz-weißen Kater mit dem interessanten Muster sprang den jungen schwarzen Laborkater förmlich und bettelte darum angenommen zu werden, Romeo konnte gar nicht anders, als genau diese vor die Pfoten geworfene Stichelei aufzugreifen und zurück zu schießen, als diese ihn aus den Überlegungen riss, ob er sich wirklich Gedanken darüber machen sollte, ob die Ohren eines anderen Katers seinen Geschmack trafen oder nicht...
Hätte der ehemalige Streuner und Hauskater Augenbrauen gehabt, hätte er wohl eine davon hochgezogen und dem Experiment vor sich; einen unbeeindruckten und eher spöttischen Blick zugeworfen- frei nach dem Motto:Was bist du denn für einer? So verfressen? Für diese Brocken renn ich doch nicht... Doch auch ohne Augenbrauen verzog sich das Gesicht des Katers zu einem seriously?-Blick.

Er schnippte mit dem Ohr und ließ betont gleichgültig den Schweif leicht pendeln, während er die gelben Augen auf die zweifarbigen Seelenspiegel des anderen heftete und ihm nun die volle Aufmerksamkeit schenkte... Nur nebenbei fiel ihm auf, dass ihm die Farbvariationen der fremdartigen Augen zusagte... 622 war sich bewusst, dass ihm so etwas eigentlich nicht auffallen sollte, allerdings waren diese Augen unübersehbar-ein stralendes grün, das Romeo schmerzlich an die Welt außerhalbs des Labors erinnerte und ein atemberaubendes blau, das dem Himmel konkurenz machte- es erschien ihm wie ein schöner Hemimorphitfarbton mit einem leichten dunkleren Kyranit-Blaustich welcher diesen Meeresblauton hervorbrachte.
...verdammt- diese Augen... wow...
Zappelig verschob er diese Überlegung nach ganz hinten in den Hinterkopf... Sie würde ihm in diesem Moment, nur Stolpersteine in den Weg legen, über seine Ansichten von schön oder nichtschön konnte er später noch sinnieren... er ließ sich nicht beirren, während er sich fein säuberlich seine Worte zusammen legte... "Futterneid? Bei Maus könnte ich das ja verstehen, aber bei dem Zeug? Naja dann Guten Appetit..." Seine gelben Augen blitzten, während er unverhohlen spöttisch, sich über die Schnauze leckte und einen kurzen Blick zu der Katze neben sich schickte, absichernd das 671 noch nicht verschwunden war- er stufte sie nicht als jemand ein, der sich gerne stritt.
"Es muss furchtbar sein, so halb verhungert zu sein, dass man sich so haltlos auf dieses Bröckelzeug stürzt..." Sein Blick wanderte wieder zu dem Kater, dessen Blick aus grünen- blauen Seelenspiegel er einfing und amüsiert spöttisch zurückgeschickte- das überlegene Gehabe des riesigen Katers war ebenfalls etwas, das Romeo nicht gerade unbekannt war... Allerdings hatte Romeo im Moment auch nicht wirklich das Interesse daran, zurück zu stecken, den Kopf zu senken und sich eine andere Schüssel zu suchen... Im Gegenteil, der so zappelige Kater hatte genügend Temperament im Leibe stecken, um zurück zu schießen. "Verschluck dich nicht" stichelt er eher zurück und machte durch halbherzig gespielte, scheinheilige Fürsorge deutlich, dass er sich von dem Dominanzgehabe des anderen überhaupt nicht einschüchtern oder herumschubsen ließ... Im Gegenteil...
Was er konnte, konnte 622 auch... Er erwiderte die Herausforderung mit glühenden Augen, welche Ausdrucksstark funkelnd zurücksahen. Noch immer pendelte die Schwanzspitze pendelte sachte hin und her, und durch die ausnahmsweise mal ruhige und beherrschte Körperhaltung machte Romeo auch deutlich, dass er kein Interesse an einem körperlichen Angriff hegte... der Junge Kater war sich deutlich bewusst, dass er eine Prügelei mit einem größeren Kater von diesem Format vermutlich nicht so einfach wegstecken könnte... doch kleinere Wortgefechte waren etwas anderes.
Da war es egal, ob 622 einmal Streuner war, oder nicht, es zählte nicht die Körpergröße, sondern eher die Reaktion auf die Aktion - der Nervenkitzel dem Kater Paroli zu bieten war da- es war ein gutes Gefühl, einem anderen einmal die Stirn zu bieten- es gab Romeo das Gefühl gut und gerne fünf Zentimeter größer zu sein. "Wie siehts aus teilst du? Ein bisschen Gesellschaft beim essen hebt meist die laune - ist jedenfalls bei mir so- dann konzentriert man sich nicht so auf den seltsamen Geschmack von diesen Bröckchen..." Es gebot einer gewissen Höflichkeit vorher zufragen- obwohl er sich tatsächlich insgeheim schon auf eine Abfuhr einstellte- er blickte sich prüfend um.
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Sa Dez 01, 2018 1:55 am

Experiment 661 | Hephaistos
Erwähnt: Experiment 037 | Zazou (@Casjopaia)

Frustriert stellte Hephaistos fest, dass sich die Kätzin nicht einen Zentimeter vom Fleck bewegte. Sie schien sich einen Dreck darum zu scheren, ob er seine Ruhe haben wollte und seine Drohungen ignorierte sie mehr als gekonnt.
Das unverschämte Verhalten Zazous machte den Kater rasend. Grundlegend war seine Stimmung schon schlecht und sein einziger Wunsch den er hatte, war Rache. Rache an den Zweibeinern für den Tod seiner besten Freundin, Rache dafür, dass sie ihm sein perfektes Leben innerhalb weniger Momente komplett zerstört hatten, dass sie ihm sein Vertrauen in Zweibeiner genommen hatten..
Er wollte hier raus, wieder über Wiesen rennen und Bäume hochklettern, Hunde austricksen und lange Spaziergänge mit Mel machen...doch die war tot. Und er hatte keine Möglichkeit dem Elend des Labors zu entfliehen.
Ein plötzlicher Schmerz fuhr durch seine Brust, ein Schmerz so stechend und intensiv, wie er ihn nie zuvor gespürt hatte. Sein Blickfeld verschwamm vor seinen vor Schock geweiteten Augen und er stieß ein schmerzerfülltes Fauchen aus. Er hatte das Gefühl, jemand würde ihm in der Brust rumbohren, doch als er dorthin schaute, konnte er weder eine Wunde, noch etwas Spitzes erkennen, doch auf seine Sinne sollte er sich in diesem Moment besser nicht verlassen. Nicht einmal etwas rotes, was Blut ansatzweise ähnlich sah, konnte er entdecken. Nicht einen Tropfen.
Hephaistos Beine begannen zu zittern, der Schmerz riss ihn zu Boden, seine Beine gaben nach. Keuchend, mit halb geschlossenen Augen, lag der Kater auf seiner Flanke, versuchte seinen viel zu schnellen Atem zu beruhigen. Er würde sterben.
Die Kätzin hatte er aus seiner Wahrnehmung verdrängt, er hatte keine Zeit, sich weiter über sie aufzuregen, unter diesen Schmerzen, unter diesen Qualen-
So schnell wie er gekommen war, war der Schmerz auch wieder verschwunden. Verwirrt lag der Kater bloß auf dem Boden seiner Zelle und atmete langsam ruhiger. Mit zusammengekniffenen Augen starrte er die Kätzin an. Sie musste dafür verantwortlich sein.


Experiment 063
Erwähnt: Experiment 069 (Kupfertupfen), Experiment 673 (Dämmertau), Experiment 665 (Casjopaia), Experiment 005, Experiment 251

Nachdem Experiment 673 mit dem beängstigenden Kater mitgegangen war, fühlte sich Sun wieder allein. Verloren zwischen all den grauen Zellen hatte er mal wieder niemanden, der sich mit ihm unterhielt, der sich mit so einem armseligen Geschöpf wie er es war, abgab. Er wusste nicht wohin er gehen sollte. Jeden Tag drehte er immer wieder die gleichen Runden durch das Labor, jeden Tag fand der gleiche, langweilige Wahnsinn statt. Jeden Tag ein paar Hinrichtungen, ein paar Ärgernisse, es änderte sich nichts, es passierte nichts Neues, sie waren gefangen in diesem ewigen Zirkel der Verdammnis.
Nicht weit von ihm ertönten wie aus dem Nichts laute Schreie und wütendes Fauchen Es handelte sich eindeutig um Kampfgeräusche.
So schnell wie es ihm möglich war, verschwand Sun vom Ort des Geschehens, schlängelte sich unauffällig zwischen verschiedenen Zellen hindurch, so weit von der Gefahr weg wie es ihm nur möglich war. Dabei eilte er einmal mit etwas zu viel Tempo um eine Ecke und stolperte beinahe über ein kleines, flauschiges, rot-getigertes Fellbündel. Gerade noch rechtzeitig gestoppt, blickte Sun verwundert hinunter auf das kleine Kätzchen und musterte es für einen Moment unsicher, bevor er sich schnell entschuldigte.
"Tut mir Leid, ich hab dich übersehen. Ich hätte besser aufpassen sollen."

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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Sa Dez 01, 2018 5:09 pm

Zelda | Experiment 031 | Wächterin
Angesprochen: 408 @Wolkenpfote

Zelda rümpfte die Nase, als das Experiment neben ihr anfing, sie anzumeckern und sich schließlich dann doch noch zügelte, bevor er übe 001 und dessen Wachen lästerte.
"Wenigstens habe ich es so weit nach oben geschafft, Schätzchen." Die cremefarben-getigerte Kätzin schnippte mit dem Schwanz und blickte mit den blauen Augen zu Experiment 408 hinüber.
"Nun, wenn du der Meinung bist alleine essen zu müssen, lasse ich die Essensrationen kürzen. Dann musst du zwanghaft mit den anderen zu den Näpfen, um noch etwas abzubekommen und nicht zu verhungern... aber wir wollen ja nicht grausam sein, also mache ich das nicht."
Zelda stand auf und streckte ihre Gliedmaßen von sich, dann drehte sie den Kopf über die Schulter zu dem Experiment. "Es kommt drauf an, ob du noch etwas von mir willst. Vielleicht möchtest du deinen Satz von vorhin fortsetzen - wessen Anhängerin bin ich denn nun? Was ist 001 für dich?" 031 kniff die Augen zusammen und legte den Kopf wartend schief.

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A rising sun will eventually set, a newborn's life will fade. From sun to moon, to moon to sun, give peaceful rest to the living dead. Wandering souls travel where they don't belong, bring them calm with the sun's song.

beauty:
 

"I said, can I get an amen?"
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   So Dez 02, 2018 10:37 am

Eis | Experiment 061 | Wächter

Eis machte weiter mit seiner Patrouille, eigentlich arbeitete er den ganzen Tag um nicht d Schein zu erwecken er wäre faul, oder würde so. Mit aufmerksamen, aber kühlen Blick übersah er sich die Lage. Seine Nackenhaare stellten sich auf als 005 und 251 sich gegenseitig an die Kehle gingen, doch ehe er etwas tun konnte, wie zum Beispiel beide einfach einzufrieren und 001 zu holen war es auch schon zu spät und beide lagen tot auf dem Boden.
Eis konnte nicht behaupten traurig zu sein oder gar Bedauern zu zeigen. Er hatte beide Kätzinnen als seine Vorgesetzten kennengelernt aber mehr auch nicht. Näheren Kontakt verbot Eis sich selbst um selbst nicht nochmal so verletzt zu werden.
Er sah sich wieder um als 001 kam und verschwand dann auch. Er wollte nicht gesehen werden, wenn der Anführer in so einer Laune war. Eventuell konnte er nicht zuhören und tötete ihn einfach- Darauf konnte er verzichten.
Während er ging sah er ein Junges da sitzen. Oh bitte nicht, dachte er.
Vor ihm saß 599, die mit Abstand nervigste Kätzin die es im Labor gab. Sie hörte auf niemandem außer auf 001. Nur Flamme ist nerviger und widerspenstiger gewesen. Diese hat ja wirklich auf niemandem gehört, waren seine Gedanken.
Er räusperte sich um die Aufmerksamkeit des Jungen zu erhalten und miaute kühl 599, u bist noch zu jung um dir sowas anzusehen. Solltest du nicht lieber mit den anderen Jungen reden oder so?. Er sagte absichtlich nicht spielen, denn beim spielen konnte man leicht einem Wächter oder Vertrauten in die Quere kommen und das wäre oft tödlich.

Angesprochen: 599 (@Mondzauber)

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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   So Dez 02, 2018 12:11 pm

Experiment 671 | Labor | Zellenräume | im Gang zwischen den Zellen; später bei den Futterstellen
Angesprochen: Experiment 622 | Romeo (@Eulenpfote) und Experiment 169 | Alastair (@Kupfertupfen)
Erwähnt: andere (NPO-) Experimente

Der fremde Kater ließ seinen irritierend leuchtend gelben Blick den langen Zellengang entlangschweifen. Für Experiment 671 war dieser Ort in den vergangenen Monden bereits so etwas wie ein Zuhause geworden - zumindest irgendwie. Zwar fühlte sie sich in den Gängen und Zellen, in denen jedes noch so kleine Geräusch mit einem metallischen Echo von den kahlen Wänden zurückgeworfen wurde, nicht wirklich aufgehoben oder beschützt - aber schließlich war das so gut der einzige Ort, den die schwarz-weiß gefleckte Kätzin kannte. Zwar träumte sie oft von einem bröseligen, frisch riechenden Untergrund, auf dem sie dicht an mehrere andere Katzen gekuschelt lag, während fremde Tiere über ihr ein helles Zwitschern ausstießen, welches sich zu einer unbeschwerten Melodie verband; doch dieser Traum war stets nur kurz, wie ein kurzes Aufflackern einer längst vergangenen Erinnerung, von der die letzten Reste noch ansatzweise im Gedächtnis festhängen. Wenn Experiment 671 danach von der kühlen Luft in ihrer Zelle zitternd die Augen aufschlug, konnte sie sich nicht mehr erinnern, aus welcher Zeit ihres noch jungen Lebens diese Bilder stammten. Wenn sie sich an einem stillen Tag besonders stark konzentrierte, bildete sie sich sogar ein, das helle Zwitschern der gefiederten Tiere außerhalb der Zellenräume zu vernehmen, die sie auch in ihrem Traum erkannt hatte. Gesehen hatte Experiment 671 die seltsamen Wesen danach jedoch nicht wieder. In ihren wachen Stunden zweifelte sie immer wieder daran, ob es sie wirklich gab, wo sie ihr in ihrer Traumwelt doch so real erschienen - aber lange darüber nachdenken tat sie nicht wirklich. Sie hatte andere Sorgen, die sich nicht mit diesem seltsamen Traum verbinden ließen, weshalb Experiment so gut es eben ging versuchte, diese Bilder ganz aus ihrem Kopf zu vertreiben.
Sie wurde von einer plötzlichen Bewegung auf Seiten des fremden Katers aus ihren Überlegungen gerissen. Die Schnurrhaare des nachtschwarzen Fremden zuckten amüsiert; offenbar eine belustigte Reaktion auf das hektische Nicken der schwarz-weiß gefleckten Kätzin. Experiment 671's Ohren zuckten, aus Verlegenheit oder Belustigung darüber, dass der Kater anscheinend bemerkt hatte, wie überrumpelt sie anfangs von der Frage war, wusste sie selbst nicht. Obwohl sie sich nun etwas für ihre hektische Reaktion zu schämen begann, schätzte die junge Kätzin es ihrem Gegenüber hoch an, dass dieser diese Reaktion nicht als mögliche Angriffsfläche nutzte. Insgeheim musste sie zugeben, dass ihr der schwarze Kater immer sympathischer wurde. Seine gesamte Art faszinierte Experiment 671 auf eine seltsame Art und Weise, die sie selbst nicht einmal verstand.
Als der Fremde sich nun mit einigen eleganten Schritten in Bewegung setzte, und sich einmal zu ihr umblickte, ob sie mitkam, spürte Experiment 671 Freude in sich aufsteigen. Der schwarze Kater, der sich jetzt unglaublich geschmeidig und elegant durch den düsteren Gang zwischen den Zellen bewegte, wollte sich offenbar wirklich mit ihr unterhalten. Eilig folgte sie ihm; den Zellentüren, durch die sie sonst auf ihrem Weg zur Futterstelle zu blicken pflegte, schenkte sie nun keine Beachtung mehr.
Schön? Das hatte noch niemand je zu ihr gesagt. Meinte der Fremde es ernst? Von seinen Worten verlegen zuckte Experiment 671 leicht mit dem Schweif; jedoch versuchte sie schon nach nur einem Herzschlag wieder, diese unbewusste Reaktion zu unterdrücken. Nochmals bemerkte sie, wie ungeübt sie durch die lange Einsamkeit in der Zelle darin war, sich mit anderen zu unterhalten. Bevor sie etwas sagte, musste sie jedes Mal kurz überlegen, bis ihr Worte einfielen, durch die sie ihren Gegenüber möglichst nicht verscheuchte. Das Kompliment des glänzenden schwarzen Katers hatte sie nun jedoch völlig überrumpelt, und Experiment 671 wusste nicht, wie sie reagieren sollte.
“Danke… Ich würde dieses Kompliment ja gerne zurückgeben, aber an diesen Nummern kann ich rein gar nichts schönes finden. Da müsste ich eher sagen, dass es ein grässlicher Name für einen attraktiven Kater ist.” Experiment 671 schnippte mit dem Schweif. Sie hatte einige Herzschläge lang nachdenken müssen, was sie auf die Worte des fremden Katers erwidern wollte. Einige weitere Momente hatte sie damit zugebracht, sich zu vergewissern, dass niemand in der Nähe war, bevor sie das System der Nummern offen kritisierte. Die junge Kätzin hatte zwar noch nie anders geheißen - soweit sie sich zurückerinnern konnte - dennoch verspürte sie eine Abneigung gegen das System. War sie wirklich nur das? Das 671igste Experiment, das in diesem Labor eingesperrt war? Die schwarz-weiß gescheckte unterdrückte ein Seufzen. Nach den ebenfalls kritisierenden Worten ihres Gegenübers hatte sie sich ermutigt gefühlt, ebenfalls ihren Unmut gegenüber den unpersönlichen Nummern auszudrücken, doch was half es auch, wenn sie nun zu zweit dieses System verabscheuten? Zudem hätte sie das, was sie gesagt hatte, nicht einmal denken dürfen. es gab hier zu viele Katzen, die einen solchen Verstoß gegen die Regeln sofort melden würden. Experiment 671 war unvorsichtig geworden. Aus irgendeinem Grund vertraute sie dem Fremden Kater. Aber was, wenn auch er nur ein Spitzel war, der mögliche Gegner des Systems aus ihrer Reserve locken wollte? Die schwarz-weiß gescheckte Kätzin nahm sich vor, in Zukunft vorsichtiger zu sein mit dem, was sie von sich gab. Ihre jetzigen Worte konnte sie zwar nicht mehr zurücknehmen, aber es schien, als habe sie diesmal Glück gehabt. Der schwarze Kater, der mit der Nummer 622 versehen worden war, setzte seinen Weg zur Futterstelle einfach fort.
Sobald die beiden den Platz erreicht hatten, an denen die Näpfe mit seltsam trockenem Futter aufgestellt waren, spürte Experiment 671 aus unerklärlichen Gründen, wie ein Teil ihrer stetigen Anspannung von ihr abzufallen schien. Offenbar tat ihr der dunkle Zellengang, in dem sie sich so gut wie immer aufzuhalten pflegte, nicht wirklich gut. An der Futterstelle war es viel heller, und selbst die Angst der jungen Kätzin vor den anderen Experimenten fiel von ihr ab, als sie hinter 622 auf eine Schüssel mit Futter zutrabte, die noch unbesetzt schien. Doch schon nach wenigen Schritten prallte sie zurück. Ein unglaublich großer Kater hatte sich vor 622 und die junge schwarz-weiße Kätzin geschoben. Wie auch Experiment 671 war sein Fell schwarz-weiß, jedoch befanden sich nicht so großflächige schwarze Flecken auf dem Pelz des Fremden. Eher schien sich das schwarze Muster auf seine massigen Pfoten, einige Striche um seine Augen und ein außergewöhnliches Fischgrätenmuster auf seinem Rücken zu beschränken.
Ohne sich groß umzublicken, trat der fremde Kater wie selbstverständlich an den Napf heran, den 622 und 671 angesteuert hatten. Als wäre er völlig ausgehungert, steckte der schwarz-weiße Kater förmlich seinen Kopf in das trockene Futter, welches er in Rekordzeit zu verschlingen begann. Auf seine Umgebung achtete er einige Bissen lang überhaupt nicht; zu sehr war er auf sein Futter konzentriert. Obwohl Experiment 671 diesen Kater nicht einmal kannte - insgesamt sah sie ihn heute zum ersten Mal - verspürte sie direkt Abneigung, als der Fremde schließlich mit überheblichem Blick sein Gesicht wieder aus dem Futter hob. Sofort fielen Experiment seine verschiedenfarbigen Augen auf, und seine Ohren, deren Fell an den Spitzen blutrot gefärbt war. Seine Augen waren jedoch noch außergewöhnlicher - eines war leuchtend grün, während das andere in einem nicht minder auffälligen blau erstrahlte.
“Is was?” Der Kater schien das nur aus Provokation zu fragen, denn Experiment 671 war sich sicher, dass es ihm egal wäre, wenn sie oder 622 Einwand erheben würden. Dass der Fremde, ohne eine Antwort abzuwarten, seine Konzentration sofort wieder auf das seltsame Futter richtete, bestärkte die Annahme der jungen Kätzin. Wo sie für Experiment 622 von Anfang an so etwas wie Sympathie empfunden hatte, so prickelte es nun unter ihrem Fell, als würde ihr Körper ihr zu verstehen geben wollen, dass sie sich schleunigst aus dem Staub machen sollte. Die junge Kätzin hatte im Moment überhaupt keine Lust auf einen Streit, schon vor allem deshalb, weil der Fremde sie im Kampf mühelos töten könnte. Die Dunkelheit, die die Unsicherheit und die Abneigung gegen den Fremden ihrer Herrin spürte, sammelte sich in den Ecken des Raumes, bereit, zuzuschlagen, sollte es nötig sein. Trotz dieser Vorbereitung auf eine Verteidigung, sollte diese nötig sein, merkte Experiment 671, wie sich ihr Gesicht zu einem spöttischen Ausdruck verzog, während sie den viel größeren Fremden mit betont mitleidig schiefgelegtem Kopf musterte. Die anschließendn Worte von Experiment 622 unterstützen nur noch, dass der Fremde sich herausgefordert fühlen musste. Gespannt, und auch etwas neugierig, wartete Experiment 671 auf die Reaktion des Fremden.
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   So Dez 02, 2018 1:14 pm

    Experiment 169 | #Alastair
    Fähigkeit: Photokinese; Energie bündeln damit können Katzen leicht verletzt, geblendet oder weggeschleudert werden
    Aussehen: großer, weißer Kater mit langem Fell, ein grünes und ein blaues Auge, Ohrenspitzen blutrot, schwarze Striche bei den Augen, schwarze Pfoten und Fischgrätenmuster am Rücken


    Genüsslich zermalmte er das Futter mithilfe seines kräftigen Kiefers. Der Geschmack der sich in seinem Mund jedoch ausbreitete, befriedigte ihn bei weitem nicht so wie das Knacken der Brocken. Sein rasches Auftreten wurde von dem Schwarzen nur beifällig kommentiert, unternommen wurde nicht gegen ihn. Wie denn auch? Er war eine Nummer zu groß für diese Winzlinge. Alastairs Ohren zuckten nach hinten, als sich ihm ein Gedanke aufdrängte. Diese Experimente wollen bestimmt auch noch etwas abhaben. Ich sollte ihnen etwas überlassen, um meinen guten Willen zu zeigen. Die andere Seite in ihm schrie jedoch, dass er den Rest verputzen sollte. Wer zu spät kam, sollte eben hungern. Der Weiße trug einen Kampf mit sich aus, entschied sich dann aber doch dafür, etwas für die beiden anderen übrig zu lassen. Der Schwarze zog nur misstrauisch die Augen zusammen und schenkte ihm einen ungläubigen Blick, als sich Alastair schließlich umwandte. Gelassen schnippte er mit seinen Ohren und wackelte wie ein Junges mit seinem dünnen Schweifchen. Er prüfte den weißen Riesen genau, sog jedes Detail tief in sich auf, was ihn insgeheim mit Stolz erfüllte. Alastair tat es ihm gleich und betrachtete die mickrige Gestalt. Der Kater war recht schlank, besaß aber lange Läufe und einen längeren Schweif. Natürlich konnte er nicht mit der Eleganz von Alastair mithalten, doch wer konnte dies schon. Nicht jeder im Labor war mit einem solch einzigartigen Aussehen gesegnet wie er. Der Fremde besaß schwarzes Fell, welches in diesem kalten Licht jedoch bläulich schimmerte. Bestimmt war er ihm schon einige Male über den Weg gelaufen, ein Wort hatten sie aber nie gewechselt. Dem Weißen fiel er schwer den Schwarzen einzuschätzen, zumal er sich unbeeindruckt gab. Gelassen gab er von sich, ob er des Futters neidig war. Er könne es ja verstehen, wenn es sich um eine Maus handle, bei diesem Zeug allerdings nicht. Fragend hob Alastair die rechte Augenbraue, verweilte aber stumm. Als würde er um Bestätigung bitten, warf er der Kätzin neben ihm einen spöttischen Blick zu. Der Fremde meinte, dass es schlimm sein müsse, wenn man sich so halb verhungert auf die Bröckchen stürzte. Theatralisch seufzte der Kater, wandte sich dann aber wieder dem Weißen zu. Der Würmling warnte ihn, sich nicht zu verschlucken, was Alastair nur mit einem spitzbübischen Grinsen kommentierte. Der Fremde zog also nicht den Schwanz ein und verkroch sich wie all die anderen, lieber stellte er sich der Herausforderung und feuerte zurück. Interessant. Allerdings müsste ich dich nur einmal anhusten und du würdest durch die Zellräume fliegen. Nimm das Maul lieber nicht zu voll, Freundchen. Der Schwarze wollte zum Abschluss wissen, ob er teilen würde. Gesellschaft beim Essen würde immerhin die Laune heben und man müsse sich nicht auf den grauenhaften Geschmack der Brocken konzentrieren. Als er die letzten Sätze vor die Pfoten den Weißen spuckte, sah er sich prüfend um, als erwartete er einen Wächter, der ihn wegen dieser Aussage in der Luft zerfetzte. Alastair drehte sich wortlos um, senkte seinen Kopf erneut um sich noch ein paar Bröckchen zu nehmen. Das andere Experiment, welches dicht neben dem Schwarzen saß, wagte es nicht auch nur ein Wort gegen den viel größeren Kater zu erheben. Sie wusste genau, dass er vor nichts zurückschrecken würde. Immerhin war das Labor sein ganz persönlicher Spielplatz. Langsam vor sich hinkauend drehte sich Alastair wieder zu den beiden Experimenten. Der Kater imitierte ein verzweifeltes Husten, weshalb er schließlich die verbleibenden Bröckchen ausstieß. Die braune Pampe verfing sich in dem Fell des Schwarzen und der Weiße machte ein betroffenes Gesicht. "Ach das tut mir aber leid.", miaute der Kater mit süßer Stimme ehe er sich langsam an den Fremden anschlich. "Hätte ich doch auf deine Warnung gehört und mich nicht meinem Fresswahn hingegeben... Zu schade, dass das gute Futter nun in deinem makellosen Pelz gelandet ist." Aus dem Augenwinkel fixierte er das andere Experiment. Abrupt schnellte sein Kopf in ihre Richtung. Als wäre sie die Beute ließ sich Alastair auf seinen Pfoten nieder bis er in etwa auf Augenhöhe mit der Kätzin war. Langsam setzte er eine Pfote vor die andere und schlich gerade auf sie zu. Sie verfügte über schwarzes und weißes Fell, war relativ groß und sehr dünn. Er hatte nicht vor, die beiden zu bekämpfen, da sie auch keine echten Gegner für ihn darstellten, denn die eine war dürr wie eine Gräte und der andere ein Winzling. Würde der Weiße auf die beiden eindreschen, so würde er ihre Schädel spalten wie eine Walnuss. "Natürlich werde ich mein Essen mit euch teilen. Ich war so großzügig und hab euch noch genug übrig gelassen, damit ihr beide satt werdet.", hauchte der Kater leise. Geschmeidig schoss er wieder in die Höhe und baute sich vor dem Schwarzen auf. Erst jetzt kam seine wahre Größe wirklich zur Geltung. Noch nie war er so stolz auf seine langen und muskulösen Beine sowie seine breiten Schultern und Hüfte gewesen. Mit dieser Statur könnte er jeden einschüchtern. Der Blick des Weißen verdüsterte sich, als er sich an das mutigere Experiment wandte. "Freches Mundwerk das du da hast. Ich denke, ich muss dir eine Lektion erteilen.", knurrte er mit tiefer Stimme. Tief in seinem Inneren spürte er seine Kraft, die sich wie Gift in seinem ganzen Körper ausbreitete. Durch seine Fähigkeit wurde er ein mächtiger und beängstigender Gegner, doch er kämpfte nur selten. Alastairs Augen fingen an weiß zu glühen, erst schwach doch dann immer stärker. Langsam öffnete der Kater sein Maul, um leise und kehlig zu lachen. Wie gerne würde er die beiden nun vom Feld fegen und quer durch das Labor schleudern. Blitzschnell schloss der Weiße sein Maul wieder, verdrängte die aufqualmende Kraft und erlosch das Licht. Gelassen grinste er die beiden Experimente an und sprach: "Hab ich euch dran gekriegt? Nun fresst schnell, ehe sich euch noch einer von meiner Sorte aufdrängt." Gelassen setzte Alastair wieder und fing an seine Pfote zu benässen, um sich damit das Gesicht zu putzen. Seine Tauch-Aktion hatte Spuren hinterlassen, die er nur zu gerne beseitigen würde. Einen kurzen Moment hielt der massige Kater inne und ließ seinen Blick abwechselnd über den Schwarzen und die Gemusterte schweifen. "Wer seid ihr beide eigentlich? Ich bin Experiment 169 und schon seit meiner Geburt hier." Erst jetzt bemerkte er, dass die Ecken verdächtig dunkel waberten. Verblüfft senkte er seine Pfote und starrte die Dunkelheit mit offenem Maul an. Netter Versuch. Licht siegt immer über die Dunkelheit. Ich siege immer über jeden. Unbeeindruckt wartete er auf die Reaktion der beiden Experimente. Es würde ihn brennend interessieren, welche Nummer sie trugen. Würden sie es ihm nicht verraten, so würde er es aus ihren zierlichen Körpern pressen.

    Angesprochen: Experiment 622 [@Eulenpfote], Experiment 671 [@Dunkelpfote]
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   So Dez 02, 2018 3:25 pm

Experiment 671 | Labor | Zellenräume | bei den Futterstellen
Angesprochen: Experiment 622 | Romeo (@Eulenpfote) und Experiment 169 | Alastair (@Kupfertupfen)

Die herablassenden Worte des fremden Katers hatten die Kampfbereitschaft der jungen Kätzin geweckt. War sie noch erschrocken zurückgewichen, als sich der Fremde das erste Mal genähert hatte, so bemühte sie sich jetzt, nichts von ihrer Angst zu zeigen. Ihr war klar, das der massige weiße Kater ihr im Kampf weitaus überlegen war, doch Experiment 671 ertrug es nicht, so von oben herab behandelt zu werden. Ohne groß über ihr Handeln nachzudenken, setzte sie sich in Bewegung.
Die Dunkelheit waberte wie schwarzer Nebel um ihre Pfoten, als Experiment 671 mit hocherhobenem Kopf und aufgerichtetem Körper so ruhig wie möglich an dem Fremden vorbeistolzierte. Sie wirkte nicht im mindesten eingeschüchtert oder beeindruckt von den drohenden Worten und der Vorstellung des riesigen weißen Katers. Doch in ihrem Bauch nagte die Angst; Experiment 671 konnte sich nur mühsam dazu zwingen, mit festen Schritten zu dem Napf zu gehen, von dem der Fremde eben weggetreten war. Sie wusste selber nicht, woher sie diesen Mut nahm, aber ihr war klar, dass ihr Stolz irgendwann zu ihrem Ende führen würde.
Als würde sie weder Experiment 622, noch den Fremden noch weiter beachten, neigte die schwarz-weiße Kätzin den Kopf und nahm einen Bissen des trockenen, bröckeligen Futters. Fast sofort war ihr Maul komplett ausgetrocknet, und angestrengt schluckte sie einmal, bevor sie sich wieder dem Fremden zuwandte.
Der riesige weiße Kater hatte sich inzwischen daran gemacht, seine Pfoten mit der Zunge zu benässen, um sich damit anschließend das Gesicht zu putzen. Anscheinend versuchte er auf diese Art und Weise, die Spuren seines verschlungenen Mahls zu beseitigen. Experiment 671 verfluchte diesen Zustand innerlich, denn mit vom Futter verschmierten Gesicht hatte der weiße Kater nicht ganz so bedrohlich gewirkt.
"Oh, das ist aber gnädig von dir! Ich dachte schon, ich müsste verhungern... Was für ein Glück, dass du so überaus großzügig bist, uns etwas von diesem unglaublich köstlichen Mahl abzugeben!" Experiment 671 dachte, sie müsse an ihrem Sarkasmus ersticken. Das Futter, welches sie mühevoll hinuntergewürgt hatte, schmerzte in ihrem Bauch, und der trockene Geschmack der braunen Bröckchen ließ ihr die Zunge am Gaumen kleben. Der Appetit, den sie bei der Einladung von Experiment 622 noch verspürt hatte, war schon beim Auftauchen von dem Fremden verschwunden, und nur widerwillig würgte Experiment 671 noch einen Bissen hinunter. Fast hätte sie das Futter wieder ausgespuckt, aber irgendwie gelang es ihr, die halb zerkaute Pampe zu schlucken. Es würde wohl keinen großen Eindruck schinden, wenn sie sich hier jetzt übergeben musste.
"Wer seid ihr beide eigentlich? Ich bin Experiment 169 und schon seit meiner Geburt hier." Experiment leckte sich bei der Frage des Fremden einmal über das Maul, um ihre Kehle wieder etwas zu befeuchten. Der weiße Kater wollte also wissen, wer sie war... Aber wollte sie auch, dass er ihren Namen wusste? Einen richtigen Namen hatte sie zwar nicht; aber selbst ihre unpersönliche Nummer wollte die Kätzin dem weißen Kater auf keinen Fall verraten. Aber was dann? Experiment 671 holte tief Luft.
"Man nennt mich Mein-Name-geht-dich-einen-Dreck-an und ich lebe hier schon, seit es die ersten Katzen gab. Ich muss sagen, dass sich das Gehirn seitdem weit zurückgebildet hat." Mit einem betont abschätzigen Blick auf den Fremden - Experiment 169 - schien sich die schwarz-weiße Kätzin wieder dem noch halb gefüllten Napf zuzuwenden. Ihre Muskeln waren angespannt, und die Dunkelheit war weiter gestiegen, sodass sie jetzt schon das Bauchfell der jungen Kätzin zu streifen begann. Experiment 671 schätzte den massigen weißen Kater nicht so ein, dass er das auf sich sitzen lassen würde. Sie hatte es einmal wieder übertrieben, und auch wenn sie es für einen Moment als richtig erachtet hatte, fürchtete Experiment 671 sich nun vor den Konsequenzen ihres Handelns.
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   So Dez 02, 2018 3:46 pm

Experiment 153| Blue

Sie sah auf als ihre Schwester in die Zelle kam. Ihr folgte eine weitere Katze. Diese hatte blaues Fell mit roten Augen und Flügeln. Höflich nickte Blue. “Guten Tag ihr beiden. Wie geht es euch?“ Die Wächterin beobachtete wie ihre Schwester sich hinsetzte und dabei seufzte. Sie fragte sie was sie hier tat und sah dabei aus, als würde sie 153 für ganz schön dumm halten. *Das hat sie früher schon manchmal getan. Ich hasse das! Ich habe schon meine Gründe und meine Sachen wieso ich tue was ich tue!*
In ihre Augen trat der kalte Ausdruck den sie früher, als sie jünger und naiver und glücklicher gewesen war, nie in den Augen getragen hatte. Beinahe hatte sie bei 154 das Gefühl gehabt wieder wie früher sein zu können, nachdem diese es in ihrem Traum gesehen hatte, aber nur beinahe. Blue hatte vergessen wer sie war, aber nun wusste sie es wieder. Sie war eine Wächterin und ihre Pflicht war es die Katzen die gegen die Regeln verstießen zu bestrafen. Das würde sie tun. Und sie musste die Befehle der Vertrauten ausführen, so wie sie es bei 422 gerade tat. “Ich kümmere mich um 422“, meinte sie kalt und sah dabei ihre Schwester an. “Sie wurde von 363 verletzt. Weil sie das ungerechtfertigt getan hat, hat Experiment 666 sie getötet und mir aufgetragen die Wunden von Experiment 422 zu versorgen.“
Ihr Blick huschte kurz hinter sich und fixierte mit ihren schönen gelb-orangenen Augen die vor Angst erstarrte Experiment 154. Es tat einen kleinen Stich in ihrem Herzen die Angst in den Augen der Kätzin, die sie doch erst so kurz kannte, zu sehen. So einen Stich hatte sie zuletzt gespürt als sie noch jung gewesen war. Sie war gerade ins Labor gekommen und noch so jung und unerfahren. Man hatte sie von Angel getrennt und sie hatte sie unglaublich vermisst. Das war der Moment gewesen, als sie ihre Gefühle abstellte, die sie nun bei dieser Kätzin vor ihr wieder hatte. Sie wollte nicht, dass sie Angst hatte oder irgendwer ihr wehtat. So lief sie das kleine Stück zu ihr und berührte mit ihrem Fell, das der anderen. “Experiment 154 hier ist dazu gekommen um mir zu helfen. Sie kennt sich ein wenig mit Heilung aus und sie hat mir auch schon gut geholfen.“ In ihren Augen lag eine leichte Warnung. Niemand sollte 154 zu nahe kommen oder ihr auch nur versuche Schmerzen zuzufügen. So etwas würde Blue nicht zulassen! Sie löste ihr Fell wieder von dem der Kätzin und leckte sich über das Nackenfell, so als wäre nichts. *Hoffentlich hört sie zumindest auf Angst zu haben. Angst ist nicht gut im Labor. Angst ist tödlich. Respekt und Gehorsam braucht mach, aber wenn man Angst hat wird man nur allzu leicht herum geschubst.* Sie blickte der schwarzen Kätzin in ihre wunderschönen, leuchtenden türkis-grünen Augen und ließ eine kurze Wärme aufblitzen. Diesen Ausdruck versteckte sie vor allen außer 154. Er sollte ihr Sicherheit geben und ihr sagen, dass Blue aufpasste, dass ihr niemand etwas antun würde.
Als die geflügelte Kätzin, welche sich seit dem Labor in so ein Monster verwandelt hatte, ihr nun die andere Katze vorstellte blickte die Wächterin sie wieder an. Sie neigte höflich den Kopf. “Guten Tag Experiment 555. Es freut mich deine Bekanntschaft zu machen.“ Das sagte sie rein aus Formalität. Eigentlich wäre sie auch gut ohne die Kätzin ausgekommen. Schließlich wollte sie noch mit Experiment 154 über den Traum diese Nacht sprechen, aber sie wollte nicht, dass jemand anderes das mitbekam. *Es geht sie nichts an. Ich denke ich werden dann mit ihr reden müssen wenn die beiden weg sind.*

Angesprochen: Experiment 422 (NPC), Experiment 099 (@Onyxstern), Experiment 154 (@Flammensee), Experiment 555 (@Dragoncry),
Erwähnt: 363 (NPC), 666,
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   So Dez 02, 2018 4:39 pm

622| Experiment|Labor| Futterplatz / Schüsseln
Erwähnt: anderes (NPC) Experiment, das auf einer Zelle rumklettert
Spricht an: 671 (@Dunkelpfote) 169 Alastair (@Kupfertupfen)


Romeo legte den Kopf leicht schief und musste sich auf die Zunge beißen, nicht noch einen bissigen Kommentar hinterher zu schieben, letztere höflich nachfragende Bemerkung gehörte tatsächlich nicht zu einer spöttischen Kommunikationsform, wie jene, welche er zuvor als die beißende Herausforderung an den muskulösen Kater gerichtet hatte...
Wollte er sich wirklich dazu herablassen? Eigentlich nicht... Eine Prügelei anzuzetteln lag ihm fern- das größere Experiment könnte sich einfach auf ihn draufsetzen- romeo war nicht besonders kräftig- obwohl? Er verbiss sich eine belustigte Reaktion- ...wenn der sich auf dich draufsetzt Romeo, verbrennt er sich den Hintern.
Sein Blick wanderte prüfend an dem Kater vorbei an den Wänden einiger Zellen entlang, er konnte eine Katze ausmachen, die ein Stückweit auf eine der Zellen geklettert war... Doch sonst war es doch ruhig. Kurzzeitig huschten seine Gedanken zu dem, was 671 gesagt hatte... Grässliche Namen... Er war tatsächlich versucht gewesen ihr seinen richtigen zu nennen, doch hatte es aus irgendeinem Grund bei der Nummerierung belassen und dann war da dieser Kater gewesen, der sich vor gedrängelt hatte. Romeo hatte nicht weiter darüber nachdenken können- ihm hatte die Aussage gefallen- es war eine angenehme Überraschung gewesen, das sie das Kompliment erwidert hatte.
Eine sehr nette Katze - nur so still- sie wirkt ganz anders als der Riesige Weißschwarze.

Romeo konnte sich nicht helfen, auch wenn es nicht die feine Art war sich so über andere zu stellen, hatte es doch etwas ansich, was dem schwarzen Kater gefiel... Dieses unabhängige provokative Verhalten forderte ihn regelrecht heraus- eigentlich war Romeo niemand, der anderen einfach vor den Kopf stieß, doch verflucht- er würde es jederzeit wieder tun, wenn es auf diese Weise die rebellischen Züge anderer aufdeckte und diese in die gestellten Herausforderungen einstiegen. Es gefiel dem schwarzen Kater, andere aus der Reserve zu locken und mögliche wilde Wesenszüge zu entdecken, die sich gut hinter provokativen, aufpolierten und scheinheiligen Fassaden versteckten.
Romeo heftete den Blick auf den eigenen schwarzen Pelz, der von einem nicht besonders überzeugend gespielten Husten verdreckt worden war- sein Blick wanderte abschätzend, über die feuchten zerkauten Krümel in dem seidigen blau-schwarz... Seine Miene wurde skeptisch.
Die zuckersüße Stimme, die scheinheilig eine Entschuldigung plapperte entlockt die ihm nicht eine Reaktion, nur die Schwanzspitze des Katers zuckte leicht-man konnte das leises Zischen der Feuchtigkeit in den Krümeln kaum hören, als Romeo seine Körpertemperatur hochfuhr, er macht einen Schritt von 671 weg, damit diese sich nicht versehentlich an ihm verbrannte, während der Kater seine Körpertemperatur steigen ließ, das Wasser und den Speichel durch die Hitze aus den angekauten Krümeln zog, - die Krümel verfärbten sich leicht schwärzlich, trockneten völlig aus und rieselten wie trockene verbrannte Erde an den Händen eines Zweibeinerjungen zu Boden als Romeo sich schüttelte.
Er hatte nicht einmal einen Funken gebraucht, um sich von dem angehusteten, klebrigen Futter zu befreien- was ihn ganz erleichtert stimmte, da er nicht wild darauf war, sich in lodernde Flammen zu hüllen- immerhin konnte ein Dussel auf die Idee kommen ihn mithilfe eines Wassernapfes löschen zu wollen.
Er beobachtete, wie der riesige Kater geduckt auf 671 zu kroch- sie wich zurück. Innerlich machte sich 622 bereit hinzuzuspringen, sollte der Riese die Pfote gegen 671 erheben, dabei ließ der impulsive Kater außer Acht, dass er doch verglichen mit dem Riesen ein Winzling war- eine halbe Portion. Wie viel an dem Fremden wohl Muskelmasse war? Romeo zweifelte daran, das der Kater nur aus Fell bestand- auch wenn er einen weichen Eindruck auf ihn machte. Er widerstand der Versuchung der fixen Idee zu folgen, zu ihm zu springen, um ihn prüfend zu berühren.

Die ruhige leise Stimme, die aussagte, dass er großzügig wäre und teilte, lies ihm einen leichten Schauer über den Rücken wandern- Romeo zuckte daher leicht zusammen, als der große Kater wieder in die Höhe schoss und sich vor ihm aufbaute... Romeo ließ sich zwar nicht zurückdrängen, doch wurde er sich wieder der ungeheuren Größe des Katers bewusst...
Wie eine gewaltige Wand bestehend aus weichem Fell und vermutlich harten Muskeln... die Stimme das anderen klang tief- angenehm in den Ohren von Romeo, der seine gelben Augen auf das blau-grün heftete, die weiß anfingen zu glühen... 671 hatte sich von Romeos Seite gelöst und war zum Futternapf gelaufen... Die sich scheinbar selbstständigmachende Dunkelheit sah 622 nicht - stattdessen starrte er in das leuchtende weiß der Augen- Was zum? Was wird das? Für einen Herzschlag lang wirkte er irritiert - verunsichert- da er nicht so recht verstand, was da gerade passierte- wollte der Fremde ihn damit einschüchtern? So schnell wie dieser kurze Ausdruck auf dem schmalen Gesicht aufblitzte so schnell verschwand er auch. Ausdruckslos blieb er stehen und spitzte die Ohren und bemühte sich um einen gleichgültigen Blick um seine erwachende Neugierde zu verbergen. Sein Blick huschte zu 671- hatte sie das auch gesehen? Sie aß aus dem Napf - vermutlich nicht... "Drangekriegt? Eigentlich nicht... Ich kenne größere Wesen als dich - ich komme von draußen..."
Das amüsierte schnurren konnte er sich nun nicht verkneifen... Es vibrierte in seinen Stimmbändern leicht während er mit funkelnden Augen das weiße Gesicht musterte und die schwarzen Zeichnungen um die wieder Blau-grünen Augen genauer in Augenschein nahm... außergewöhnliche Augen... Kam er wieder zu dem Schluß- doch er schüttelte unmerklich den Kopf
Innerlich rief er sich zur Ordnung bei der Sache zu bleiben und nicht in den Gedankengängen abzuschweifen...
"Und übrigens -Du mir eine Lektion erteilen? Funkelsternchen- pass auf dass das nicht nach hinten losgeht" er stieß einen amüsierten Laut aus und zwinkerte ihm zu, und machte deutlich das er es weder ernst- noch böse meinte, 622 leckte sich über das Brustfell- ehe er fortfuhr " Ich bin 622... ich hab dich schon öfters gesehen- schön das ich jetzt auch deinen Namen kenne, ich hab schon ein paar mal überlegt dich mal anzusprechen " Romeo hielt etwas verlegen inne - weniger Text Romeo - andere mögen keine Labertaschen...
Romeo blickte kurzzeitig zu 671 hinüber und sah ihr mahnend in die bernsteinfarbenen Augen: "671 sei nicht so gemein- ich schätze 169 hatte gerade genauso großen hunger wie wir selbst- außerdem teilt er - ich empfinde das als wirklich großzügig- zumal das keine Selbstverständlichkeit ist, da ich auch gerade nicht wirklich höflich war", 622 erhob sich und tappte zu 169- beugte sich ein Stück vor und stupste 169vorsichtig mit der Nase an. "Komm... ich meinte das ernst, das du dich zu uns gesellen kannst - ich lerne gerne neue Katzen kennen"
miaute er, während er ihn freundlich ansah und dann verlegen den Blick abwendete, als sein Magen hörbar knurrte- er machte sich nicht viele Gedanken darüber, ob diese kurze Nähe zu 169 unerwünscht war oder nicht- sein schmerzender Bauch nahm ihm das denken ab. Bemüht um eine gelassene Haltung beugte er sich zum Napf herunter und setzte sich zu 671- Erleichterung machte sich in ihm breit- endlich etwas zwischen den Zähnen...
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   So Dez 02, 2018 5:32 pm







Labor|676|Weiblich

Reala hatte sich in einer Ecke zusammengerollt, die Schnauze auf den Vorderpfoten, den Rücken gegen die harten Gitterstäbe in ihrem Rücken gedrückt. Die große Kätzin hatte die Augen halb geschlossen und wäre nicht manchmal das Zucken der Schwanzspitze und der Atem der das Fell auf den Vorderpfoten kräuselte gewesen hätte man sie auch für tot halten können. ‚Was mache ich überhaupt hier‘, dachte sich Reala,‚Ich gehöre raus, in die Wildnis, nicht hierhin, in dieses Labor‘ Die schwarz gestreiften Kätzin seufzte leise als sie sich an das erinnerte was passiert war. Wie die Menschen sie und Naro eingefangen hatten und hierher gebracht hatten. Und wie sie sie gestochen hatten. Gedankenverloren bewegte Reala, oder Experiment 676, das Hinterbein in das die Menschen gestochen hatten. Ihr Brüder hatte nicht überlebt und sie selber… hatte sich verändert, das wusste Reala. Ihre einst eisblauen Augen waren grün geworden und sie war noch größer geworden. Und auch etwas anderes hatte sich verändert. Irgendetwas im inneren der Kätzin schien erwacht zu sein und nun fühlte sich Reala unwohl, sobald es kälter wurde und vermied Kontakt mit Wasser weitestgehend, die junge Kätzin wusste auch nicht warum. Bedrückt hob Reala leicht den Kopf und schaute sich um.

//Kann gerne angesprochen werden


Angesprochen:

//

Erwähnt:

//

Ort:

In einer Ecke am Rand ihres Käfigs




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Wolkenpfote
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Mo Dez 03, 2018 3:53 pm

Experiment 408 | Adrian

Ruhe bewahren Adrian... ganz ruhig bleiben. Einatmen... Ausatmen... Wo ist den nur Mika, wenn ich sie brauche. Ohne es wirklich zu wollen merkte Adrian, wie seine Wut langsam aber sicher immer weiter steigt und er kam mit dieser Situation nicht klar. Vorsichtig machte er ein paar Schritte zurück um nicht doch noch ausversehen die Wächterin vor ihm anzugreifen. Geh weg 031 bevor noch etwas schlimmes passiert. Tobend und nicht wissend was er als nächstes machen wird rasten seine Gedanken und schrien nach dem Experiment, mit dem er schon so lange befreundet war, das ihn kannte und ihn noch immer so mochte wie er es jetzt war. Mika... "Ich bin nicht dein Schätzchen, Wächterin. Wenn du schon das verlangen hast mich anzusprechen dann bitte mit meiner Experimentennummer, so wie es 001 doch von allen erwartet oder liege ich da falsch?" verlangte er von der Wächterin. "Und was ich von 001 halte geht dich nichts an, jeder hält irgendwas von ihm und so auch du. Du sprichst es nur nicht aus, weil du seine Untergebene bist, weil du meine Liebe ein Werkzeug bist und er jedes Experiment als nieder sieht." ohne aufzupassen was er sagte sprach Adrian weiter. Erst als es zu spät war, also die Worte seine Lippen verließen merkte er was er da gesagt hatte. Aber ein Werkzeug will er nicht sein und dass wollte er auch nicht. Jemand der Unterdrückt wurde nur damit der Unterdrücker, dass bekam was er wollte.

Angesprochen: Zelda (@Phönixstern)
Erwähnt: Experiment 001, Experiment 154 (@Flammensee)
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Di Dez 04, 2018 1:52 am

118| Experiment|Labor| bei 676(@Drachenjunges)
- erst zwischen den Zellen dann in einem Käfig bei 676

118 lief an einigen Zellen vorbei. Er befand sich auf dem Rückweg in die heimatliche Gitterzelle mit dem alten Stofffetzen darin, welchen er sein Neste nannte. Romeo war vermutlich schon auf den Pfoten, es würde den Alten jedenfalls nicht überraschen. Der junge Kater hatte - fand 118 jedenfalls- im wahrsten Sinn des Wortes, früh morgens meist Hummeln im Hintern- ein amüsiertes Rumpeln stieg in seiner Kehle auf, als er daran dachte, wie zappelig Romeo manchmal kurz nach dem Wachwerden war. Die einzigste Möglichkeit für 118 ihn ruhig zu halten, um noch ein bisschen länger schlafen zu können, war, ihn dicht zu sich heranzuziehen, ihm einen Teil der eigenen Körperwärme zu schenken und ihn zum schmusen zu animieren. 118 war bereits über die Abhängigkeit des jungen Katers informiert - er wusste auch um seine Fähigkeiten und deren Auswirkungen auf den schwarzen Kater. Seine Gedanken waren Tagesmärsche weit entfernt.
Der alte Laborkater schüttelte sich etwas, während er durch die Gänge zwischen den Zellen hindurch wanderte. Er hatte einen Umweg gehen müssen, da er auf seinem Weg auf ein kreischendes Knäul zweier Katzen gestoßen war, die sich wohl wegen irgendwas gestritten hatten... Der alte Fetzo hatte nicht mitten hinein geraten wollen, beim Versuch dem eigenen Weg weiter zu folgen. Er hatte keine Lust zu streiten, hatte keine Lust auf den Lärm und den Krach, welchen die jüngeren Katzen machten- er war müde. Seine Pfoten tatten weh und er wollte nur noch in das Nest zurückkehren und sich ausruhen. Er gähnte herzhaft und blieb dann verwundert stehen...
"ich glaube ich bin falsch abgebogen- oder ?"

Suchend schaute er sich orientierungslos um. Er hatte das dumpfe Gefühl irgendwo falsch abgebogen zu sein... Doch wo? Er entschied sich weiter zu gehen in der Hoffnung etwas Bekanntes zu entdecken... Seine Pfoten waren müde und als er ein Stück weggegangen war, bekam er das Gefühl den Gang wieder zu erkennen... Ich glaube das ist das...
Seine Schritte beschleunigten sich, als er eine der Zellen fixierte.Der alte struppige 118 wurde schneller- forsch und übersprang die Schwelle des Zelleneingangs, 118 landete stolpernd in der Mitte des Käfigs auf dem Boden.
Im nächsten Augenblick- der Schreck: Er war nicht allein.

Hatte sich ein ungebetener Gast eingeschlichen? Sein Fell sträubte sich, es stand stachelig wie bei einem Igel ab, während er herumwirbelte und die Apfelgrünen Augen auf die Ecke heftete, in welcher die große muskulöse Gestalt mit kurzen dichten Fell zusammengekauert saß... Das Fell war bräunlich -schwarz gestreift, mit einem weißen Bauch... Grüne Augen funkelten ihm glühend an.... ihre Ohren und auch die Schwanzspitze waren schwarz.

Es war eine Kätzin, mit großen Seelenspiegeln. Sie hatte den Kopf gehoben, um sich scheinbar umzuschauen. "Was machst du denn hier?" grummelte der Alte verwirrt... War das doch nicht sein Käfig? Irritiert blickte er wieder perplex zur Tür, hatte er sich jetzt doch vertan?- wo war sein Zellengenosse? Ihm fiel auf, dass es hier überhaupt nicht nach ihm roch... Nicht schon wieder der falsche Käfig...
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Di Dez 04, 2018 12:25 pm

Experiment 169 | #Alastair
Fähigkeit: Photokinese; Energie bündeln damit können Katzen leicht verletzt, geblendet oder weggeschleudert werden
Aussehen: großer, weißer Kater mit langem Fell, ein grünes und ein blaues Auge, Ohrenspitzen blutrot, schwarze Striche bei den Augen, schwarze Pfoten und Fischgrätenmuster am Rücken


Zuerst zeigte Experiment 671 noch Angst, wich von ihm und zog den Schweif ein, doch scheinbar hatte sich etwas in der Kätzin verändert, denn nun strecke sie die Brust heraus und trat ihm wacker entgegen. Leider konnte diese Tatsache Alastair nicht weniger interessieren, auch wenn er einen Moment kurz beeindruckt war, dass so ein kleines Würmchen so viel Mut beweisen konnte. Zuerst verschwendete sie keine Worte an ihn, setzte sich einfach nur starr in Bewegung und glitt lautlos an ihm vorbei. Die Dunkelheit folgte ihr dabei wie ein mysteriöser Nebel und irgendetwas sagte ihm, dass er sich nicht mit den Schatten anlegen sollte. Die Katzen im Labor waren mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten ausgestattet, manche gefährlicher, manche beinahe lächerlich. Die beiden ignorierend, beugte sich die Kätzin seelenruhig zu der Schüssel hinunter und nahm ein paar Bissen von dem Futter. Schließlich rang sie sich dennoch durch, um mit Alastair einige Worte zu wechseln. Die Kätzin spuckte ihm ihren Spott förmlich vor die Füße, was den Weißen dazu veranlasste, gereizt die Ohren anzulegen und das Gesicht zu einer Fratze verziehen. Die flötete gehässig, dass dies ja so großzügig von ihm gewesen sei und sie schon dachte, verhungern zu müssen. Er war ja so großzügig, ihnen etwas von diesem köstlichen Mahl abzugeben. Die Gesichtszüge des Katers verhärteten sich merklich und er merke, wie sich in ihm eine unglaubliche Wut aufbaute. Am liebsten hätte er seinem Gegenüber nun stumpf mit der blanken Pfote ins Gesicht geschlagen. Im Moment hielt ihn nicht eine unsichtbare Kraft zurück, würde der Winzling jedoch noch weiter provozieren, so würde er von seiner Fähigkeit ungeniert Gebrauch machen. Es schien, als hätte die junge Kätzin Probleme mit dem bröckligen Futter, denn sie würgte immer und immer wieder. Schließlich verlor das Futter den Kampf und endete in ihrem kleinen Magen, wo es hoffentlich auch blieb. Das Letzte was Alastair nun gebrauchen konnte, war Kotze in seinem wunderschönen Fell. Auf seine Frage hin, wer sie eigentlich waren, reagierte das Kätzchen erneut äußerst ungestüm. Sie fauchte, ihr Name sei "Mein-Name-geht-dich-einen-Dreck-an" und sie lebe schon hier, seitdem es die ersten Katzen gab. Außerdem fügte sie hinzu, dass sich das Gehirn seither weit zurückgebildet hatte. Zu guter Letzt warf sie ihm noch einen abschätzigen, hochnäsigen Blick zu, der förmlich aussprach "Was willst du nun tun?". Inzwischen war die Dunkelheit mehr geworden, wurde dichter, mächtiger, dunkler und stieg höher und höher. Die schwarze Masse war bereits beim Bauchfell der Kätzin angelangt und waberte dort drohend vor sich hin. Erneut gab sich der Kater äußerst unbeeindruckt. "Oh es tut mir leid zu hören, dass sich dein Gehirn so weit zurückentwickelt hat. Muss schwer gewesen sein, hier im Labor gezüchtet worden sein.", zischte der Weiße bedrohlich. Mit diesem vorlauten Experiment hatte er definitiv noch ein Hühnchen zu rupfen. Bevor die Situation jedoch eskalierte, schaltete sich das andere Experiment buchstäblich ein. Alastairs vorherige Entschuldigung lockte nicht einmal eine winzig kleine Reaktion aus dem Fremden hervor. Als der Kater plötzlich anfing Zischlaute von sich zu geben, konnte der Weiße nicht anders, als seinen massigen Kopf zu ihm zu wenden. Scheinbar glühte der Fremde von innen heraus und brachte dabei die noch feuchten Bröckchen in seinem Fell zum Zischen. Elegant trat er einen Schritt von dem anderen Experiment weg und verstärkte seine Fähigkeit. Scheinbar war dieses Experiment eine wandelnde Wärmequelle. Er kann also seinen Körpertemperatur regulieren... Was würde wohl passieren, wenn man ihn in eine Wasserschüssel tunken würde...? Schon bald lösten sich die Krümel aus dem Fell des Schwarzen und fielen wie tote Fliegen zu Boden. Selbstgefällig meinte der Kater, nachdem er das Futter eindrucksvoll aus seinem Fell verbannt hatte, dass er ihn nicht drangekriegt hatte. Erneut erwähnte er, dass er von draußen kam und erneut drängte sich Alastair die Frage auf, wie es wohl draußen aussah. Gelassen meinte der Fremde, dass er aufpassen sollte, wenn er ihm eine Lektion erteilen wolle, es solle ja nicht nach hinten losgehen. Dabei zwinkerte der Schwarze und schnaubte amüsiert, was dem Weißen zu Verstehen gab, dass er diese Aussage keinesfalls böse meinte. Kurz darauf verriet ihm der Fremde seinen Namen und meinte, dass er ihn schon ein paar Mal gesehen habe und überlegt habe, ihn anzusprechen.
622 also... Du scheinst nicht so lebensmüde sein wie deine... Was war sie? Seine Gefährtin? Nur eine Freundin oder ein wahlloses Experiment, das nach einer starken Führung suchte? Vielleicht würde sich die Beziehung zwischen den beiden noch früher oder später offenbaren. Der Schwarze meinte zu der Kätzin, sie solle nicht so gemein sein, immerhin hätte 169 mit ihnen geteilt. Er habe geteilt, obwohl er selbst nicht wirklich höflich gewesen war, was in diesen kahlen vier Wänden ganz bestimmt keine Selbstverständlichkeit sei. 671 heißt also das andere Experiment. Schon traurig, wenn dein Beschützer mir deinen bedeutungslosen Namen mitteilen muss, da du es selbst nicht auf die Reihe bekommst. Wenigstens kann ich dich nun zuordnen, kleines Experiment. Warte nur ab... Ich werde ganz bestimmt wiederkommen und dich büßen lassen. Eifrig nickte Alastair zur Bestätigung der Worte des Katers, zum Glück erkannte wenigstens er seinen edlen Charakterzug und lobte ihn dafür, was man von seiner Gefolgschaft eher weniger behaupten konnte. 622 Magen heulte auf, worauf der Kater verlegen den Blick abwandte und sich an Alastair vorbeidrückte. Um ihm etwas mehr Platz zu geben, trat der massige Weiße ein paar Schritte zurück, immerhin mochte er plötzlichen Körperkontakt nur in den seltensten Fällen. "622 ich würde mich bemühen deine kleine Begleiterin etwas mehr in Zaun zu halten.", knurrte der Weiße verächtlich mit einem Seitenblick zu 671. Spöttisch sah er die Kätzin an und fing plötzlich an wie verrückt zu lachen. Seine Beine gaben unter ihm förmlich nach, denn sie trieben auseinander, weshalb der Kater langsam zu Boden sank. Schon bald berührte sein weißes, langes Brustfell den kalten Laborboden, das Lachen hörte jedoch nicht auf. Mit einem irren Grinsen auf den Lippen legte sich der Weiße auf den Rücken und sah 671 in umgekehrter Position ins Gesicht. Immerhin war er auf diese Art und Weise auf Augenhöhe mit ihr. "Freches Mundwerk, das das kleine Kätzchen da besitzt. Ich denke, dir muss einmal jemand eine Lektion erteilen.", flüsterte er gefährlich leise. Es war töricht zu glauben, Alastair einschätzen zu können. Im einen Moment ist er ruhig, fast schon verschlossen, doch im nächsten Moment ist er laut, beinahe aggressiv und einen Herzschlag später ist er den Tränen nahe. Elegant wie er war, wirbelte der Kater herum, um wieder festen Boden unter seinen Füßen zu haben. Die Hinterbeine stemmte er so fest es ging gegen den Grund unter seinen Beinen und drückte sich dann mit aller Kraft ab. Schnell nahm der Weiße an Fahrt auf und umkreiste die Futterschüsseln im Sprint. Keine Sorge, Kleine, es wird ganz schnell gehen. Alastair steuerte nun auf die Kätzin zu, öffnete sein gewaltiges Maul und gab sich vollends seiner Macht hin. Wie gierige, kleine Tierchen griff die Kraft um ihn, erfüllte ihn und nahm Besitz von ihm. Sein Rachen und seine Augen fingen an weiß zu glühen. Jede Sekunde wurde das Licht stärker und stärker, bis es beinahe den Lampen an der Decke glich. Träge begann Alastair zu sprechen: "671, merk dir, mit mir spricht man nicht auf diese Art und Weise. Dieses Mal breche ich dir vielleicht noch nicht sämtliche Knochen, doch dafür füge ich dir auf andere Art und Weise Schmerzen zu."
Ein gewaltiges Zucken fuhr durch den massigen Körper des Weißen, als die Energie sich in ihm konzentrierte und aus seinen Augen sowie Maul schoss. Ein Lichtstrahl hatte sich gebündelt und schoss in Lichtgeschwindigkeit auf die Kätzin zu, ein Ausweichen war unmöglich. Zwar würde sie dieser Lichtblitz nicht verletzten, dafür würde sie aber stark geblendet werden und einen Moment wie blind sein. Niemand spricht mit mir wie du, bezahle! Bezahle du Würmling!

Angesprochen: Experiment 622 [@Eulenpfote], Experiment 671 [@Dunkelpfote]
Erwähnt:
Ort: Bei den Schüsseln

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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Di Dez 04, 2018 3:17 pm







Labor|676|Weiblich

Reala bemerkte es als der fremde Kater in „ihren“ Käfig stolperte. Er war langbeinig und eher dünn mit dichtem, struppigen Fell und blickte Reala mit hellgrünen Augen an. Die Kätzin merkte das der Kater recht alt war und etwas verwirrt zu sein schien. ‚Das wüsste ich auch gerne‘, dachte Reala bei den grummeligen Worten des Katers. „Das hier ist mein Käfig, demnach darf ich hier sein“ Eigentlich vermied die junge Kätzin den Kontakt mit anderen Katzen, aber wenn sie dann doch Kontakt hatte wollte sie selbstbewusst auftreten. Reala rappelte sich rasch auf und betrachtete den fremden Kater genauer. Er schien verwirrt zu sein und nicht wirklich zu wissen wo er war. „Kann ich dir irgendwie helfen?“, fragte die Kätzin den Alten.


Angesprochen:


Erwähnt:

118

Ort:

In ihrem Käfig




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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Di Dez 04, 2018 6:55 pm

Experiment 671 | Labor | Zellenräume | bei den Futterstellen
Angesprochen: Experiment 622 | Romeo (@Eulenpfote) und Experiment 169 | Alastair (@Kupfertupfen)

Es war Experiment 671 ein Rätsel, wie 622 anscheinend so ruhig und auch recht höflich bleiben konnte, bei dem, was der riesige weiße Kater da von sich gab. Sie selbst konnte sich nur mühsam beherrschen, 169 nicht die gefüllte Schüssel vor sich ins Gesicht zu schleudern. Es war nicht zu übersehen, dass der massige Kater sehr von sich selbst überzeugt war; zu sehr, wie die junge Kätzin mit dem schwarz-weiß gescheckten Pelz still bei sich dachte. Finster warf sie einen Blick zu Experiment 169, der auf seine erneute spöttischen Worte anscheinend eine Erwiderung von der jungen Kätzin erwartete. Innerlich seufzte sie ergeben; aus einem ruhigen Essen, bei dem sie sich mit 622 unterhalten konnte, wurde wohl nichts. Sie hatte keine Lust auf Streit - aber nach ihren ersten bissigen Entgegnungen dem Fremden gegenüber durfte sie jetzt nicht klein beigeben. Trotz der Warnung 622's, die sie für kurze Zeit tatsächlich etwas beruhigt hatte, öffnete Experiment 671 erneut den Mund, um 169 ihre spöttische Erwiderung auf seine Provokation bissig vor die riesigen Pfoten zu spucken. Wie sie mit einem Blick feststellte, waren das leider wirklich sehr große Pfoten... Wenn er mich gleich angreift, bin ich verloren. Ich kann nur hoffen, dass er sich damit beeilt, mein Blut über den schmutzigen Boden hier zu verteilen - denn ich habe keine Lust, ewig lange von ihm zu Tode gequält zu werden. Für 671 stand fest, dass die erneute Provokation das eine Mal zu viel wäre, das das Fass zum Überlaufen brachte. Aber was hatte sie schon zu verlieren?
"Seit ich dich kenne, muss ich wirklich sagen, dass meine Intelligenz angesichts deiner so überaus klugen Worte mehr und mehr schrumpft." Erneut setzte Experiment 671 ihren betont mitleidigen Blick auf, den Kopf schiefgelegt und die Ohren aufgestellt. Obwohl ihr Gesichtsausdruck aussagte, wie bedauernwert sie 169's Dasein zu finden schien, lag in ihren großen bernsteinfarbenen Augen ein provokantes Funkeln. Zu ihren Pfoten schrie die Dunkelheit in das Bewusstsein der Kätzin, dass sie ihrem finsteren Beschützer erlauben sollte, sich vom Boden zu erheben, um sich wie eine dunkel-neblige Wand vor ihre Herrin zu positionieren. Warte noch... Nur noch ein bisschen! Ich muss das irgendwie regeln...! Denn schon einen Herzschlag, nachdem sie einen bissigen Kommentar auf 169's Worte nicht mehr hatte unterdrücken können, bereute 671 die erneute Provokation des massigen weißen Katers bereits schon wieder. Sie hatte sich doch jetzt zurückhalten wollen...zumindest versuchte sie sich das jetzt selbst einzureden. Ihr Stolz hingegen schien angesichts der erfolgten Zurückweisung zu jubeln; ja, es wirkte Experiment 671 fast schon so, als würde ihr Selbstbewusstsein, von dem sie selbst nicht wusste, woher es kam, sie dazu verleiten wollen, noch einen spöttischen Spruch auf 671 abzufeuern.
Dieser schien das jedoch nicht auf sich sitzen lassen zu wollen. Experiment 671 war sich ziemlich sicher, dass das ihr Ende sein würde. Der massige weiße Kater würde sie mühelos töten - Ende der Geschichte. Zu ihrer Verwunderung konnte sie jedoch keine Angst vor dem so nahe erscheinenden Tod verspüren. Eher erfüllte die junge Kätzin so etwas wie eine Gleichgültigkeit. Sie hatte schon mehrmals darüber nachgedacht, einfach aufzuhören zu essen, um so diesem finsteren Gefängnis zu entkommen. Aber immer war da etwas gewesen, was sie davon abhielt. Doch nun... Hätte Experiment 671 jedoch wirklich auf ihr Bauchgefühl gehört, hätte sie gemerkt, dass dieses sie auch diesmal am Leben erhalten wollte. Es gab noch Hoffnung, und genau diese Hoffnung hatte sie bisher immer weitermachen lassen.
Ein Zischen riss sie schließlich wieder aus ihren Gedanken, in denen die junge Kätzin für einige Herzschläge versunken war. Sofort suchte sie die Quelle des seltsamen Geräusch zuerst bei Experimente 169, doch dieser blickte nur zu 622. Die junge schwarz-weiße Kätzin tat es ihm nach. Sie fragte sich, was der glänzend schwarze Kater vorhatte. Es kam ihr so vor, als sei die Temperatur bei den Futterstellen seit dem Beginn des Zischens gestiegen. Aber erst, als 622 einen Schritt zurücktrat, wurde klar, was es anscheinend auf sich hatte. Die Krümel des Futters, das sich in 622's Pelz verfangen hatte, löste sich aus dem glänzenden blau-schwarzen Fell und segelte in kleinen Körnchen zu Boden. Experiment 671 musste zugeben, dass sie von 622's Art, sein Fell auf höchst eindrucksvolle Weise zu säubern, beeindruckt war. Zwar konnte sie an solch einer Wärme - sollte es überhaupt eine gegeben haben - nichts positives finden, doch es faszinierte sie, wie Experiment 622 mit seiner offensichtlichen Fähigkeit umgehen konnte. Die schwarz-weiß gescheckte Kätzin hatte zwar keine Ahnung, ob diese seltsame Reaktion wirklich das Ergebnis eines Experiments war, aber sie konnte es nur vermuten.
Nach einer kurzen Unterhaltung mit 169 kam 622 schließlich auch an dem massigen weißen Kater vorbei und gesellte sich zu 671 an den Futternapf, an dem die Kätzin immer noch stand. Er schaffte es, sich mit dem Fremden zu unterhalten, ohne dass dieses Gespräch - sollte man es überhaupt so nennen können - nur aus gefauchten spöttischen Bemerkungen bestand. Wohl auch deshalb blieb Experiment 671 vor Schreck fast das Herz stehen, als 169 plötzlich in Gelächter ausbrach. Es war ein schreckliches Lachen; die junge Kätzin spürte, wie ihr ein Schauer den Rücken hinunterlief. Die Dunkelheit zuckte unkontrolliert zu ihren Pfoten, sie schien sich nicht entscheiden zu können, wie sie Experiment 671 jetzt am besten verteidigen sollte. Denn sein Lachen hatte 169 auf den Boden gezwungen, seine Beine waren unter ihm weggeknickt, und er hatte sich auf den Rücken gedreht, direkt vor 671. Die Kätzin wäre am liebsten zurückgewichen, da die Nähe zu diesem Kater einen starken Fluchtinstinkt in ihr zu wecken schien. Doch sie konnte sich nicht rühren; die Pfoten 671's schienen im Boden verankert zu sein.
"Freches Mundwerk, das das kleine Kätzchen da besitzt. Ich denke, dir muss einmal jemand eine Lektion erteilen" Innerlich schrie alles in Experiment 671. Sie wollte keine "Lektion" erteilt bekommen - zumindest nicht von diesem Kater, dessen Worte eine starke Panik in der Kätzin auslösten. Ihr Herz raste, und obwohl sie wusste, dass es keine Chance zu einer Flucht gab, blickte sie sich hektisch nach einem möglichen Ausweg um. Noch immer konnte sie sich nicht bewegen, ihre Angst schien sie zu lähmen.
Inzwischen hatte 169 angefangen, mit unglaublichem Tempo um 671 und 622 herumzusprinten. Er schien nur noch ein weißer Wirbel zu sein, der in Sekundenschnelle an der schwarz-weißen Kätzin vorbeiraste. Sie versuchte ihm mit dem Blick zu folgen; doch dieser Versuch scheiterte, einfach aus dem Grund, dass 169 inzwischen so schnell geworden war. Plötzlich drehte er ab und kam direkt aus 671 zu.
Seine Augen und seine Kehle leuchteten weiß; es schien, als wäre dieses Licht viel stärker als die trüben Lampen an der Decke. Das Licht schien sich sofort in 671's Körper zu bohren. Es war, als würden tausende von spitzen Krallen ihren Pelz durchstechen, um dann mit tödlicher Gewalt in das weiche Fleisch darunter zu dringen. Nein...! Kein Licht... Bitte kein Licht! Angst und Schmerz durchzuckten Experiment 671's Denken, sie schrie schmerzvoll auf und krümmte sich von Krämpfen geschüttelt zusammen, als auch noch gebündelte Lichtstrahlen aus den Augen und dem Maul des massigen weißen Angreifers schossen. Nein, kein Licht! Bitte, bitte... Irgendwer! Bitte hilf mir, es tut so weh!
Schon nachdem 671 die Spritze verabreicht bekommen hatte, war das Licht innerhalb weniger als einem Tag zu einem schmerzhaften Feind geworden. Selbst das trübe Dämmerlicht, welches an den Futterstellen herrschte, war eine Qual für die Augen und den Körper der gescheckten Kätzin. Aber das...das war noch viel schlimmer. Vor 671's Augen schien ein weißes Licht aufzuflammen, ebenso wie in ihrem Körper, der von einem unsichtbaren Feuer verbrannt wurde. Hilflos zuckte die Dunkelheit unkoordiniert durch den Rauch, unfähig zu reagieren, während sich Experiment 671 wimmernd vor Schmerzen auf dem kahlen Steinboden wand.


Zuletzt von Dunkelpfote am Di Dez 04, 2018 9:57 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Di Dez 04, 2018 9:35 pm

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»Experiment 037 {Zazou}«

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#Post

"Reden" | Denken | Handeln | Katzen

Das Ohr der grau getigerten zuckte zufrieden und auch ein zufriedenes Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie den Kater so auf dem Boden liegen sah. Sie genoss die schmerzen, die er empfand, sie genoss einen Augenblick einfach den Anblick des Leides, dem der Kater ausgesetzt war.
Als ihr Gegenüber anfing sich etwas zu beruhigen, stellte sie sich hin und schritt hoch erhobenen Hauptes auf den Ausgang der Zelle zu und sah kurz hinaus, ob irgendwer davon etwas mitbekommen hatte. Doch, irgendwie Bedauerlicherweise war dies nicht der fall. So setzte 037 sich wieder Ordentlich hin und besah den ruhiger gewordenenen und ruhiger atmenden Kater. Sie sagte nichts, doch man sah ihr die Zufriedenheit seiner Reaktion wegen nicht an. Ihr Schweif legte sich wieder ordentlich um ihre Pfoten und sie legte den Kopf etwas schief.

Noch einmal musterte sie den Kater, war jedoch etwas entspannter als zuvor, hatte sie doch endlich, wenn auch nur sehr kurz, ihren Kräften freien lauf gelassen. Es entspannte sie schlicht, eine vor Schmerz krampfende Katze vor sich zu haben, egal ob mit wirklichen wunden durch einen Kampf oder durch die schmerzen, die sie erzeugen konnte, wenn sie sich auf jemanden konzentrierte.
"Nun ... Katerchen? Sage mir, wie ebenbürtig bist du, das du mit jenen Schmerzen mithalten kannst?"

@Mondzauber
{warum stelle ich mir gerade eine schräge romanze/Gefährtenstory zwischen den beiden vor?}

the BAD in sweetness


Bild
»Experiment 665«

♀ | Laborkatze | Experiment | Steckbrief
#Post

"Reden" | Denken | Handeln | Katzen

Zeitsprung

Nachdem 665 eine weile mit den beiden, die scheinbar schon länger hier waren, gesprochen hatte, zog sie es jedoch vor sich ein wenig allein umzusehen. Was ihr später auffiel: sie hätte vermutlich doch einen Führer gebraucht.

Verlaufen hatte sie sich nicht unbedingt, jedoch war die Umgebung ihr fremd und so schlich sie zwischen irgendwo bei den Zellen umher, nachschauend, ob man irgendwie aus diesem Alptraum rauskam. So hatte sie größtenteils etwas Ruhe gefunden und konnte sich etwas orientieren. Als jedoch Kampfgeschrei aus einer Richtung kam, zog sie es dennoch vor, so weit wie möglich davon wegzukommen, wollte sie nicht noch einmal auf 001 oder einer dieser anderen angsteinflößenden Katzen treffen.

Bald sollte 665 jedoch aufschrecken, denn eine rot-Braune Katze, oder mehr ein Kater, kam um die Ecke geschossen und hätte das kleine Rote Kätzchen beinahe über den Haufen gerannt. Sie wusste nicht, was sie tun sollte, einerseits wollte sie schnell weg, andererseits wollte ihr Instinkt sich wehren. Und so zuckte sie zusammen, machte einen Schritt zurück und öffnete das Maul, die Spitzen giftzähne - die als solche nicht wirklich zu erkennen waren- zeigend, auch wenn letzteres eher weniger bringen würde, außer Schmerzen.

Schmerzen. Da war ja was. Die schmerzen die sie nach der letzten Giftentnahme der Wissenschaftler hatte, waren zwischenzeitlich verflogen ... und sie vermisste sie. Sie waren der Anker, der ihr Bestätigte, das sie sich in der Grausamen realität befand und nicht einen Alptraum hatte. So schweiften ihre Gedanken für einen Bruchteil eines Herzschlages ab. Vielleicht war alles nur ein Traum, das alles nur Hirngespinste einer jungen Katze, die sich vielleicht am Vortag übernommen hatte? Vielleicht hatte man sie ja vergiftet? Oder ihre Gedanken manipuliert. Oder war es doch alles real? Wobei es sich nicht mehr real anfühlte. War es doch ein Hirngespinst?

Der Atem des Jungen Experiments wurde schneller. Der Schreck, den der Kater ihr eingejagte hatte, hatte eine wellen an Gedanken und Überlegungen losgetreten, die sie zuvor, auch mithilfe der Schmerzen unterdrückt hatte. Sie sah zu dem Kater auf. Wer War er? Wollte er etwas? Bestimmt! Oder?
"A ... Alles gut, macht nichts!" log sie, auch wenn er dafür eigentlich kaum etwas konnte. Schließlich kannte er sie nicht. Oder doch?
Sie schluckte und stellte sich wieder ordentlich hin, versuchte ihr aufgeplüschtes Fell, unter dem ihre haut kribbelte, unter Kontrolle zu bringen, jedoch vergebens.

Ihr Atem ging immer noch schnell, während ihre Augen irgendwie leer wirkten und dennoch das Wiederspielgelten, was in ihrem Kopf vorging; Angst, Verwirrung, Verzweiflung und vorrangig: Stress!
Ihr Kopf war voller Fragen, voller Vermutungen. In ihren Ohren dröhnte es, jedoch nicht vor Schmerz, was sie sich irgendwie erhoffte hatte. Konnte der Traum nicht einfach enden? Konnte sie nicht einfach bei ihrer Mutter und ihrem Bruder aufwachen, in Frieden in der Zucht leben? Oder bei Zweibeinern in einem Haus mit Garten, wie es vermutlich ihr Bruder tat.

Schnell und ruckartig schoss ihr Kopf herum und ihre Zähne verankerten sich in Fleisch. Das Gift quoll aus ihren Eckzähnen, eine Ladung, die lange für eine erwachsene Katze reichen würde, die vermutlich dem einen oder anderen Übelkeit bereiten würde. Nur sie war gegen das Gift emun, einzig bekam sie schmerzen bei der Regeneration. Ja, Schmerz, das war das ziel der Jungen Katze. Endlich in die Realität zurückkommen, endlich wissen, wo sie war, was gerade geschah. Noch einmal atmete sie schnaufend aus, schmeckte das Blut des Opfers auf ihrer Zunge und zog nach nur wenigen Herzschlägen die Zähne wieder aus ihrem eigenem Fleisch.

Die kleinen Löcher in ihrem Oberarm brannten etwas, sie schmerzten, doch 665 Entspannte sich etwas. Kurz besah sie sich noch einmal die wunde, leckte kurz darüber und schloss so mit ihrem Speichel die Einstichlöcher. Der Schmerz würde sie am Boden halten, bis endlich die Schmerzen der Regeneration einsetzten. Sie hatte sie nicht wirklich gerne, doch irgendwie liebte sie dennoch den Schmerz.
Sie war in der Realität, es war kein Traum, leider, oder doch zum Glück? Genau wusste 665 nicht, was sie von dem halten sollte, was die letzten tage, geschehen war und erst recht, das sie heute zu Katzen gesteckt wurde, die alles Fremdartig waren. Alle konnten irgendetwas oder sahen anders aus, zumindest alle, die sie bisher gesehen hatte.

Ihre bernsteinfarbenen Augen, welche nun klarer schienen, welche nun wieder in der Gegenwart waren, sahen nun zu dem Kater auf, musterten ihn kurz, ehe sie schüchtern die Ohren etwas anlegte. "E ... Entschuldige ... es ist alles Gut ..." mauzte sie noch einmal als Antwort auf seine Frage "I ... Ich habe dir nicht im wegstehen wollen!"

@Mondzauber

>so zeige mir den schmerz und gebe mich dem hin<

________________________________________________________________________

Höret die Möwen, sie singen ein Lied
Höret die Möwen, sie singen von Tod und verderben
Höret der Möwen Gesang, so schrill ihr klang
So werde es genießen, denn es wird dein letzes sein,
Im weißen mantel daher er kommt,
So höret der Möwen blutig Lied
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Mi Dez 05, 2018 1:02 am

118| Experiment|Labor| 676´s Zellen
Erwähnt: andere (NPC) Experimente
Spricht an: 676 (@Drachenpfote)

"Dein Käfig?" Verwirrt schaute er zurück zur Tür, drehte den Kopf und sah sie skeptisch an. "Ich dachte das wäre meiner..." Der ältere Kater schüttelte verwirrt den Kopf... das Gefühl falsch abgebogen zu sein verstärkte sich. Er schaute sich prüfend um, tatsächlich war nirgends der alte Stofffetzen, auf welchem er desnachts mit 622 lag, zu sehen...
"Ich glaube, hier bin ich falsch..." murrte er leise und fing dann an schimpfend zu poltern. "Das ist es, weil überall alles gleich aussieht, weil überall dieser Krach ist und diese lästigen Jungkatzen sich nur streiten..."
Der alte Kater stellte die Ohren auf, nachdem ihm auffiel, dass er sie angelegt hatte. Auch legte er das gesträubtes Fell wieder an und blinzelte sie unverwandt an.
"Ich entschuldige mich für mein ungestümes Eindringen." 118 neigte den Kopf zu einer respektvollen Geste, wobei er noch immer ein wahres Gewitterwetter im Gesicht hatte.

Seine eigene zerstreute Art machte ihn fertig, gab ihm das Gefühl sich mehr und mehr zu verlieren... Er wendet sich zur Tür herum und setzte sich in Bewegung... 118 überlegte kurzzeitig und blieb dann stehen, die Pfote noch erhoben, um einen Schritt zu tun. Stimmt- ich hätte vor zwei Biegungen links abbiegen müssen... Oder war es doch recht? Verdammt- Umwege vertrage ich nicht -er stieß ein leicht frustriertes schnaufen aus.
Die Katze hatte sich erhoben und fragte tatsächlich das alte Experiment, ob sie ihm helfen könnte. 118 betrachtete sie einen Moment abschätzend, wobei ihm die Jugend der großen Katze auffiel. Ihr Kopf und auch die Schnauze waren bereit, die Ohren klein und spitz. Die Nase schien etwas heller zu sein.
Sie hatte einen selbstbewussten Ausdruck im Gesicht und die grün glühenden Augen fesselten - der Kater, der eher zum uralten Eisen gehörte und selbst nicht genau wusste, wie alt er eigentlich war, war sich nicht sicher, was er davon halten sollte.
"Kennst du dich in den Gängen aus? In dieser Ecke war ich noch nicht so oft..."



Romeo

"Das Leben ist wie ein Feuer"


Romeo hätte am liebsten das Gesicht in den Pfoten vergraben... Das hatte sie jetzt nicht wirklich gesagt...?! Er schluckte die fade schmeckenden Bröckchen herunter und legte den Kopf leicht schief, während er ihr einen resignierten Seitenblick schenkte... Ok -doch keine so nette Katze wie mir scheint... schade und ich dachte, hier gäbe es noch normale Katzen
Das nagende Hungergefühl nahm ab und ermöglichte es dem jungen Kater, seine Konzentration auf etwas anderes zu richten, als den Napf Inhalt. Besonders intelligent und gut durchdacht wirkten die Sprüche von 671 nicht... Im Gegenteil es war eine stumpfe Konfrontation mit 169, um diesen möglichst zur Weißglut zu treiben. In einer langsamen- beherrschten Bewegung hob Romeo den Kopf und biss sich auf die Zunge-er verkniff es sich einen Kommentar einzuwerfen. DAS hast du gesagt 671... Ich werde dich nicht in Schutz nehmen, wenn er dich verbal aufs Korn nimmt... Der schwarze Kater ließ den Blick zwischen beiden Katzen hin und herwandern. Dummes Kätzchen... Selbst Hauskätzchen wissen, dass man sich mit größeren nicht anlegt, es sei denn, man hat mehr im Kopf oder die schnelleren Pfoten...
Romeo hatte einst diese Lektion auf hartem Wege lernen müssen. Trotzdessen, dass er in Gesellschaft eines Hundes groß geworden war, hatte er schmerzlich lernen müssen, dass diese nicht unbedingt immer freundlich zu kleinen neugierigen Katzen waren. Wenn er sich alleine nur an Rufus erinnerte, lief ihm ein Schauer über den Rücken- der weiß-braun gescheckte Hund mit den krummen breiten Vorderbeinen und dem gewaltigen Maul und den kurzen kümmerlichen Ohren, hatte ihm schon bei ihrer ersten Begegnung gezeigt, dass er Katzen hasste...
Romeo hat es anfangs nicht verstanden, warum der Rüde so knurrte, der kleine Kater war frech und fröhlich auf ihn zu gesprungen und hatte spielen wollen, mit lautem Gebell und polternden Pfotenschritten war er auf Romeo zugestürmt, die Zähne gefletscht, wie ein riesiges Raubtier, wobei der Junge Kater erst begriffen hatte, was für ein Monster, er da zum Spielen animieren wollte, als es längst zu spät war, die scharfen Zähne hatten sich in seinen Rücken gebohrt und er wurde in die Luft gerissen. Seine Pfötchen hatten den Halt zum Boden verloren und er hatte einen kläglichen Schrei ausgestoßen, der Entsetzen und Schmerz vereinte. Das weiche Fell des kleinen Katers hatte sich gesträubt und der Schmerz war in ihm explosionsartig ausgebrochen wie ein Feuerwerk.
Es hatte dem kleinwüchsigen dünnen Katerchen schrecklich wehgetan...
Erleichtert war er gewesen, als er das donnernde Bellen von Attila gehört hatte, welcher um die Ecke geschossen kam und die große fette Kampfmaschine prompt attackierte, als er sah, was Rufus mit seinem kleinen Kätzchen machte.
Der große schwarze Hund hatte den dicklich- kleineren Gescheckten ziemlich malträtiert, und hat ihn regelrecht zur Schnecke gemacht. Romeo erinnerte sich noch gut an den metallischen Blutgeruch in der Luft, dem Kläffen der Hunde und an die entsetzten Schreie von Rufus Besitzer, als dieser gemeinsam mit Romeos Zweibeiner aus dem Zweibeinernest kam...

Romeo hatte mit einem gequälten Quieken nach seinem Zweibeiner gerufen, furchtbare Angst hatte er gehabt, erneut diesen Schmerz ausgesetzt zu werden- alles was "KleinRomeo" gewollt hatte war, das jemand ihn zu sich nahm - ihm sagte, das man ihn lieb hatte und das alles wieder gut werden würde.
Das Nächste woran sich der schwarze Kater erinnern konnte war, dass er in einem seltsamen weißen Tuch eingewickelt neben Attila gelegen hatte und sorgenvoll beschnüffelt wurde, der Hund hatte ihn tagelang nicht aus den Augen gelassen - und hatte ihn schlimmer behütet, als eine Henne ihre Küken... Was an sich nicht schlecht war - Romeo wurde gerne betüdelt und liebgehabt.

Romeo zuckte leicht zusammen und trat einen Schritt zurück, weg von 671, da ein schwarzer Schatten sich wabernd am Rande seines Sichtfeldes unruhigen Bewegung  bewegte, konnte man es flackernd nennen? Romeo wusste es nicht. Es schien sich ziellos und zeitgleich eigenständig zu Bewegen. Er schüttelte sich und blickte zu der Kätzchen hinüber, zuckte leicht zusammen und starrte mit großen gelben Augen diese seltsame, fast schon wie eine schwarze Wolke wirkende, Dunkelheit an...
Was zum... Was ist das!?
Die angriffslustige Katze schien mit ihren Fähigkeiten zu spielen... Bitte nicht noch eine, die andere mit ihren Fähigkeiten verletzt, um ihren Spaß zu haben.

Der Kater liest die Schnurrhaare zucken, irgendwie schien er völlig abgeschrieben zu sein... Völlig ignoriert von den beiden Streithähnen- das versetzte ihm einen Stich, natürlich war er ganz froh das diese Aggressivität der Beiden sich nicht gegen ihn richtete, doch gefiel es ihm auch nicht so übergangen zu werden- es war Deprimierend, wenn er so darüber nachdachte. Seine Kontaktfreude würde demnach wohl unbeantwortet bleiben... Um nicht de­cou­ra­giert den Kopf hängen zu lassen, versteckte er sich hinter einer genervten Miene- Was solls? Sollen Sie sich doch brachial die Köpfe einschlagen- was geht mich das an?

Seine Rastlosigkeit und Unruhe griffen nach ihm... Doch bemühte er sich, sich wieder zu setzen, den Schweif ordentlich um die Pfoten zu legen, wobei allerdings die Schwanzspitze permanent in Bewegung zu sein schienen . Sie zuckte leicht hin und her. 622 leckte sich über die Schnauze, wobei ihm auffiel, dass seitlich an seinem Mundwinkel noch ein paar Krümel hingen, die von der Zunge entfernt wurden. "622 ich würde mich bemühen deine kleine Begleiterin etwas mehr im Zaum zu halten." Er hörte 169 knurren, ehe er anfing zu lachen, irritiert blickte sich der schwarze Kater zu ihm um und musterte ihn... 169 ging plumpsend zu Boden und rollte sich dann auf den Rücken, ansich war es eine niedliche Geste, die in einer anderen Situation zu einer freundlichen Zurechtweisung von Seiten Romeo geführt hätten, bezüglich seiner Beziehung zu 671. Aber nicht wenn sein Gegenüber so kalt und abgedreht lachte und Romeo sich nebenbei so fehl am Platz fühlte... täuscht er sich oder wiederholte sich 169?-
Die Launen des Katers schienen sich genauso schnell zu verändern, wie die Gedankengänge von Romeo es manchmal taten-

"169 Schluss damit -du verletzt dich oder andere noch, du wirst ausrutschen..." erhob der Kater ruhig das Wort, als der riesige Kater sich wieder auf die Pfoten bugsierte und plötzlich los sprintete, er umkreiste die Futterschüsseln und die beiden nicht weit voneinander entfernten Katzen, worauf hin Romeo unauffällig sich erhob...

Dann steuerte 169 das Experiment 671 an, er öffnete sein Maul und schien bisschen schneller zu werden. Seine Augen hatten gespenstisch angefangen weiß zu glühen, wie schon wenige Momente zuvor schon, nur wurde das Licht heller, gleißender, so dass es in der Netzhaut stach, wenn man hinein sah...

Der Kater hatte mit einer blitzartigen Bewegung den Kopf weggedreht und die Augen zugekniffen, während er gleichzeitig die Schultern ein Stück hochzog- er wollte weder sehen, noch hören was für Auswirkungen die Fähigkeiten von 169 auf 671 hatte... Doch dann hielt er inne, als er die Schreie von der Kätzin hörte. 622 hob wieder den Kopf und fuhr instinktiv die Krallen aus.
"169 hör sofort auf!" fauchte er tatsächlich angriffslustig, sprang verteidigungsbereit auf die Pfoten. Seine gelben Augen funkelten entschlossen und sein Fell sträubte sich- wenn er etwas nicht ertragen konnte, dann waren es solche unnötigen Aktionen- obwohl 671 eigentlich selbstschuld war. Er setzte mit einem gewaltigen Satz über eine der im Weg liegenden Schüsseln hinweg, nahm tüchtig Schwung und rammte den Kater mit der Schulter...

Doch den riesigen weißen Kater umzuschmeißen, wie er es eigentlich vorgehabt hatte, schaffte er nicht wirklich... Er brachte ihn höchstensein bisschen aus dem Gleichgewicht mit dieser übereilten Handlung, aber das war's... Der einzigste, der zu Boden segelte, war in diesem Fall Romeo, der an dem massigen Körper 169 abprallte, wie ein Flummi an einer Wand. "Uff..." für einen Moment fiel ihm das Einatmen schwer, da die Luft in seinen Lungen bei dem Sturz aus ihm herausgepresst wurde. Er schnappte nach Luft, rappelte sich auf und schüttelte sich- wich ein paar Schritte zurück und fixierte 169 mit zu schlitzen verengte Pupillen, angelegten Ohren und unruhig peischenden Schweif, noch immer stand ihm das Fell zu Berge, was ihn etwas größer wirken ließ-und irgendwie auch plüschiger.

"Habt ihr den Verstand verloren!?" Fauchte er schimpfend und sprang mit einem geschmeidigen Satz zwischen die Streitenden- " Nehmt euch gefälligst zusammen! Was sollte das!? Denkst du eigentlich mal nach bevor du den Mund aufmachst?!" Sein Blick heftete sich finster auf 671 und wanderte dann zu 169. " Man greift keine Kätzin an, die einem deutlich unterlegen ist und offentsichtlich nicht weiß, was sie tut! Hat denn keiner von euch sowas wie Anstand oder Ehre an Leib!?" Sein schlanker Körper erzitterte vor wütende Erregung.
Seine gelben Augen bohrten sich mit Blicken in die blau-grünen von 169, wobei der wütende Blick von 622 förmlich funkensprühte und somit deutlich den Ärger zeigte, der in dem schlanken Kater herrschte... Er war sauer... Und das lag nun nicht nur daran, dass sie ihn völlig ignoriert hatten, sondern eher daran, dass sie sich an die Kehlen gingen, ohne darüber nachzudenken, was es für Konsequenzen haben konnte- ein Leben konnte so schnell weggeworfen werden, durch einen einfachen Streit, durch eine einfache Auseinandersetzung zwischen stark und schwach... Romeo war nicht wild darauf, kalte starre Leichen wegschleppen zu müssen, Blutflecken zu beseitigen... Er wollte nicht in kalte tote Augen blicken müssen und sich dazu zu verpflichten, sich selbst zu fragen, ob er etwas hätte tun können um das zu verhindern... noch immer peitschte sein Schweif hin und her... Die Ohren des blau schwarzen Katers waren angelegt- er fletschte die Zähne, seine Krallen kratzten über den Boden, sollte einer der beiden Streithähne nur einen Mucks machen, um sich wieder gegeneinander an die Kehle zu gehen, würde der ehemalige Streuner dazwischen springen, auch wenn er ahnte das das nicht viel brachte- einen Kampf zwischen Licht und Schatten könnte er niemals trotzen.
Er knurrte leise- für ihn hatten beide Schuld an dem Streit.  "Das ist ein Futterplatz- und ich würde gerne in Frieden hier essen- also nehmt euch zusammen, ihr seit keine 6 Monde mehr, oder sehe ich das falsch!" Seine linke Schulter tat etwas weh, von seinem Zusammenstoß mit dem Boden. " Wer respektiert werden will, sollte mal bei sich anfangen und andere respektieren! Das gilt für euch beide- 671 - ich hatte es gesagt, wer nicht hören kann, muss fühlen, und was dich angeht 169- war das wirklich nötig? Ich hätte dich vor dieser Aktion nicht für einen oberflächlichen unfairen Fellball gehalten...Ich bedaure diese Situation..." sein kühler Blick huschte von einem zum anderen... "Ich hatte ja eigentlich gehofft ein paar neue Gesichter kennenzulernen, mit denen ich mich unterhalten kann,, und mit denen man sich gut versteht-...-" er sprach nicht weiter... Freudlos schüttelte er den Kopf "Mir ist der Appetit vergangen." er schüttelte den Kopf und ging ein paar Schritte auf 671 zu und nahm sie genauer in Augenschein- war sie verletzt?. " Vertragt ihr euch jetzt wieder?" Au- meine Schulter- nicht so stark belasten ...


Angesprochen:
•671 (@Dunkeljunges)
•169 (Kupfertupfen)

Erwähnt:
•- Ort: Bei den Schüsseln/ Futterplatz
•-




Zuletzt von Phönixstern am So Dez 09, 2018 9:50 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Doppelpost zusammengefügt)
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Do Dez 06, 2018 9:09 pm







Labor|676|Weiblich

Reala beobachtete den alten Kater, wie dieser sich offensichtlich verwirrt umschaute. ‚Mich nervt es ja auch, aber es wundert mich das ein so alter Kater das überhaupt noch richtig wahrnimmt‘, dachte sich die junge Kätzin als sie die Worte des Katers darüber hörte warum er sich verlief. „Du brauchst dich doch nicht zu entschuldigen, das kann doch jedem mal passieren“, antwortete Experiment 676 auf die Entschuldigung des alten Katers. Offensichtlich wusste der Fremde nicht wo er sich genau befand und auchnicht wohin er gehen sollte..„Nein, ich kenne mich hier auch nicht so wirklich aus, aber ich weis das es dort drüben zu den Futterschalen geht.“ Reala zeigte mit der Schnauze in die Richtung. „Wenn du möchtest kann ich dich hinbringen.“


Angesprochen:


Erwähnt:

//

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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Do Dez 06, 2018 11:48 pm

118| Experiment|Labor| 676´s Zellen
Erwähnt:
Spricht an: 676 (@Drachenjunges)

„Nein, ich kenne mich hier auch nicht so wirklich aus, aber ich weis das es dort drüben zu den Futterschalen geht.“ Sie zeigte mit der Schnauze in die Richtung der Tür. „Wenn du möchtest kann ich dich hinbringen.“ 118 neigte den Kopf und ließ die Schnurrhaare zucken. Die Kätzin schien ruhig und sachlich zu bleiben, ohne auf sein Gezeter einzugehen oder dazu Stellung zu nehmen. Er streckte sich etwas - er empfand es als ungewöhnlich, das die offentsichtlich junge Katze keine Partei ergriff - obwohl sie dazu gehörte.
Experiment 118 blickte etwas überrascht drein, hatte das eigene Gesichtskino nicht mehr unter Kontrolle.
" Von den Schüsseln aus find ich zurück - es währe nett wenn du mich hinbrigst- nicht das ich mich wieder wegen dummer Experimente verlaufe." Seine Stimme klang spöttisch, während er sich zischend wieder in Bewegung setzte und zur Tür lief er wollte in sein Nest- in seinem Käfig auf dem Stofffetzen sich zusammenrollen und wartet darauf, dass der Tag herum ging
... verdammt wie erbärmlich...
- um nicht schon wieder in schwermütigen Gedankengängen zu versinken, schüttelte er den Kopf und schnaufte.  " Das war unangemessen... verzeihung...."


Zuletzt von Eulenpfote am So Dez 09, 2018 9:57 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Fr Dez 07, 2018 6:53 pm

Experiment 169 | #Alastair
Fähigkeit: Photokinese; Energie bündeln damit können Katzen leicht verletzt, geblendet oder weggeschleudert werden
Aussehen: großer, weißer Kater mit langem Fell, ein grünes und ein blaues Auge, Ohrenspitzen blutrot, schwarze Striche bei den Augen, schwarze Pfoten und Fischgrätenmuster am Rücken


Dunkelheit. Mächtig und alles verschlingend, bestand seit Anfang der Zeit und löst bei manchen Katzen Angstzustände aus. Niemand weiß was sich in der dunklen Bedrohung verbirgt, dies macht sie ja so gefährlich. Doch dann, dann war da das Licht. Das Licht, das durch die wabernde Masse schnitt, wie scharfe Krallen durch einen Feind. Die Helligkeit war der Freund aller Lebewesen, ein Freund, etwas auf das man sich verlassen konnte und was einem Geborgenheit schenkte. Die Schwärze wurde verflucht, vermieden, doch das gleißende Licht immer gepriesen und geehrt. Das beide Mächte verheerende Auswirkungen auf das Leben im Labor haben kann, vergaß ein einfaches Experiment.
Alastair war wütend auf das Kätzchen zugesprintet und glühte so hell wie die Sonne selbst. Der Raum erhellte sich vollkommen und ein schmerzerfüllter Schrei zerriss die Stille. Die Kätzin wurde von heftigen Krämpfen gepackt, warf sich machtlos hin und her, versuchte der Licht zu entrinnen, doch schaffte es nicht. Mit einem Male war alles vorbei. Die Kätzin ging zu Boden und der Weiße blieb heftig atmend stehen, unfähig zu verarbeiten, was genau geschehen war. Schockiert starrte er das Häufchen an und Tränen traten in seine Augen. So weit wollte er nicht gehen. Normalerweise blendete diese Attacke seine Gegner nur, doch dieses Mal schien jenes Experiment, das er getroffen hatte, anders zu reagieren. 622 hatte einen schwachen Versuch gestartet, ihn aufzuhalten oder sogar zu warnen. Alastair war voreilig gewesen, getrieben von seiner Wut und dem Verlangen, dem Kätzchen mit Gewalt das Maul zu stopfen. Der Kater hatte ruckartig den Kopf von dem gleißenden Licht abgewandt und wagte es erst wenig später, sich ihnen wieder zuzuwenden. Der Anblick der sich ihm offenbarte, ließ selbst den ruhigen Kater die Fassung verlieren. Der Schwarze fauchte, 169 solle sofort aufhören. Dabei sprang er schützend vor die am Boden liegende Kätzin und machte den Eindruck, den Weißen gleich zerfetzen zu wollen. Wütend stand ihm das Fell zu Berge und sein Schweif peitschte unruhig hin und her. Alastair verstand die Reaktion des Katers durchwegs und wünschte sich im Moment nichts anderes, als von ihm verprügelt zu werden. Der Schwarze drückte sich vom Boden ab und versuchte den Weißen zu rammen, was jedoch nur sein Fell etwas zersauste, aber keine wirklichen Schmerzen in ihm auslöste. 622 fiel zu Boden und die Luft wurde mit einem Seufzer aus seinen Lungen gepresst. Schnell fing sich das Experiment wieder und wich einige Schritte zurück nur um ihn von dort aus anzugiften. Der Weiße ließ die Schultern und seinen Schweif hängen, denn er wollte seine neuen Freunde nicht vergraulen. Am liebsten würde er sich den Vertrauten und Wächtern ausliefern, nur um bestraft zu werden, denn genau genommen hatte ihm das kleine Kätzchen gar nichts getan. Und genau genommen, wollte Alastair nichts anderes als das kleine Kätzchen zu blenden. Das kleine Kätzchen...
Was der Schwarze als nächstes pfaffte, ignorierte der Weiße komplett. Zu tief war er in seinen eigenen Gedanken versunken, um das was in seinem Umfeld passierte, wahr zunehmen. Was wenn ich sie getötet hätte? Aber ich konnte - NEIN! Ich konnte das nicht wissen. Das Würmchen hatte mich provoziert. Es hat diese Strafe - nein das ist falsch, ganz falsch. Wie konnte ich nur! Ich hasse mich, ich sollte sterben. Oder sollte sie sterben? Soll ich sie beide umbringen? Einfach auslöschen? Nein das wäre falsch, so falsch. Das könnte ich mir nie verzeihen. Alastair du bist schon erwachsen, verhalte dich also auch so. Wieso lasse ich mich von so einem kleinen Wesen provozieren? Huh. Sie hat mich immerhin provoziert, sie hat angefangen. Ganz klar, ganz richtig! Sie hat angefangen, nicht ich! Es ist also nicht meine Schuld. Sie hätte nicht so tun sollen, als wäre sie mir überlegen. Sie ist mir nicht überlegen - Moment. Das Experiment ist mir ganz klar unterlegen. Ich hätte sie nicht angreifen sollen! Aber woher hätte ich wissen sollen, dass sie gleich so einknickt? Erschrocken riss der Kater den Kopf in die Höhe. Seine Ohren und sein Schweif standen nun ganz still, den sein Körper war zum Zerbersten angespannt. Sie ist eingeknickt. Ich muss ihr helfen - ja sofort helfen. Jetzt helfen. Helfen. Helfen. Jetzt. Was tun? Was soll ich tun? Oh bitte sagt mir was ich tun soll? Ich bin es nicht wert, bitte tötet mich, bitte tut mir weh. Was soll ich tun? Wie soll ich helfen? Wie helfen? Kätzchen aufnehmen, ja ich sollte - Nein. Ich sollte sie da liegen lassen, einfach weggehen, sie hat es verdient. Nein! Ich muss ihr helfen, sie packen und wegschleifen. Oder? War das richtig? Kann mir das jemand beantworten? Nein noch viel falscher. Ich brauchte keine Bestätigung, ich habe immer recht. Also dem Kätzchen helfen? Wie Kätzchen helfen? Licht und Dunkelheit. Dunkelheit! Alastair löste sich japsend aus seiner Starre und schoss auf das wehrlose Experiment zu. Tränen traten ihm erneut in die Augen und er wimmerte jämmerlich: "Es tut mir so leid. Ich wollte nicht, dass dieser Kampf so endet. Normalerweise sehen meine Gegner einen Moment nichts mehr, doch du scheinst innerlich zu brennen, wegen meines Lichtes. Es tut mir so unendlich leid. Lass mich dir helfen, schnell!" Vorsichtig senkte der Weiße seinen massigen Kopf, drehte sich davor aber leicht zu 622 und sah ihn entschuldigend an. Der Kater versenkte sanft seine Zähne in dem Nackenfell der Kätzin, darauf bedacht, ihr nicht noch mehr weh zu tun. Nun pendelte das verletzte Kätzchen in der Luft und er trug sie in eine dunkle Zelle. "622? Bitte komm. Ich wollte das nicht, ich... Ich wusste doch nicht... Bitte hilf ihr.", stotterte der Weiße unsicher und unbeholfen. Es tat ihm ehrlich leid, die Kätzin derartig verletzt und geschwächt zu haben, denn dies war niemals seine Absicht gewesen. Er eilte entschlossen zur Futterstelle, suchte verzweifelt nach einer Wasserschüssel, nur um das metallene Gefäß mit seinem Maul aufzuheben. Alastair hatte das Schüsselchen etwas zu grob aufgehoben, denn er spritzte sich das halbe Wasser selbst ins Gesicht. Ohne sich beirren zu lassen, schlich er wieder zur dunklen Zelle, wo die Kätzin nun lag. Brennen. Du brennst innerlich, genau so wie das andere Experiment. Vielleicht hilft dir Wasser, um die Schmerzen zu lindern? Betont vorsichtig stellte er die Schüssel neben dem Kopf der Gescheckten ab und deutete ihr unsicher, dass sie trinken sollte. Schweigend wich er aus der Zelle und ließ sich neben dem Eingang nieder. Die Ohren hatte er traurig angelegt und den Blick gesenkt. Am liebsten würde er im Boden versinken und sich niemals wieder blicken lassen. "622, ich wollte deiner Kumpanin keine Schmerzen zufügen.", wiederholte Alastair mutlos. Manchmal war seine aufdringliche Art einfach zu viel und führte zu Situationen, wo er sich nur unnötig reinsteigerte.

Angesprochen: Experiment 622 [@Eulenpfote], Experiment 671 [@Dunkelpfote]
Erwähnt:
Ort: Zelle

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BeitragThema: Re: Die Zellenräume   Sa Dez 08, 2018 2:21 pm

Experiment 673
"Alleine deine Gegenfrage zeigt, dass du anders bist als die Anderen. Viele hätten diese Tatsache einfach so hingenommen, du jedoch hinterfragst meine Aussagen." 673 öffnete die Augen und richtete ihren Blick auf 069 als er zu sprechen begann. Einen Moment war sie verwirrt. worauf antwortet er? Dann erkannte sie es. Der schwarze Kater hatte ihre Frage an sich selbst an eine Frage an ihn verstanden. Ein leichtes lächeln umspielte ihre Lippen "Schön bist du nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Deine Reaktion zeigt, dass du mit Güte handelst und darauf bedacht bist, anderen zu helfen." Der Kater richtete sich auf. "Rein bist du, da du dich nicht einfach an anderen Katzen vergreifst und wahllos mordest. Du bist kein benebelter Anhänger der großen Mächte, sondern jemand mit eigenen Willen." Plötzlich rang der Kater um Luft. "673? Wieso bist du geblieben?" 673 setzte sich neben 069 uns betrachtete die Zelle. Sie schwieg kurz. „069. Du kennst mich nicht. Ich kenne dich nicht…“ „Ihr Blick richtete sich auf den Kater und sie lächelte diesmal deutlich. „Ich bin nicht anders als die anderen. Ich in eine ehemalige Hauskatze, die jetzt in diesem Labor lebt. Vergleicht man mich mit anderen findet man tausende. Ich bin nicht schön. Wäre ich schön, währe meine Fähigkeit nicht, mich zu verstecken. Und doch. Ich lebe einfach dahin, schwimm mit dem Strom. Ich bin nicht besonders, 069. Ich bin eine von vielen, würde ich verschwinden würde es niemand bemerken. Meine gesamte Fähigkeit basiert darauf, 069. Du bist besonders. Dein ganzes aussehen schreit: „Seht mich an. Ich bin toll, ich bin mächtig!“  Aber du wirfst das weg. Warum ich geblieben bin?“  673 wandte ihren Blick wieder ab. „Gerade deswegen. Du bist ein einzigartiger Kater, 069. Du verdienst eine einzigartige Katze. Nicht mich. Aber ich glaube du hast da schon jemanden. Du hast eine Katze die dir viel bedeutet. Aber du warst zu stolz das einzusehen. Jetzt bist du gebrochen, dein Ego geplatzt und dein Stolz gleich mit. Ich bin geblieben um dir eins zu sagen: Geh zu dieser Katze hin und entschuldige dich.

Angesprochen: Experiment 069 (@Kupfertupfen)

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Meine Ex-Mentorin und Ex-Lichtlein :3:
 

Die beste Gefährtin der Welt :3:
 

Ich hab Kinder*-*:
 

Ehemalige Schüler^^:
 

Aktuelle Schülerchen *-*:
 

Happy Birthday:
 
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Die Zellenräume
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